Swingend zum Weihnachtsfest

„Three Times A Lady“ unterhalten ihr Publikum mit bekannten und neueren Liedern

Drei Damen auf der Bühne: Nicole Grundel, Ilka Ludwig und Julia Jäger (von links) unterhielten ihr Publikum – gemeinsam mit Björn Uhl – mit bekannten und weniger bekannten Weihnachtsliedern. Foto: Bechthold
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Drei Damen auf der Bühne: Nicole Grundel, Ilka Ludwig und Julia Jäger (von links) unterhielten ihr Publikum – gemeinsam mit Björn Uhl – mit bekannten und weniger bekannten Weihnachtsliedern.

Fröhlich swingend, aber auch nachdenklich oder besinnlich, vor allem aber heiter und mit großer Professionalität präsentierten „Three Times A Lady“ ihr Weihnachtskonzert.

Heusenstamm – Begleitet wurden Nicole Grundel, Ilka Ludwig und Julia Jäger dabei von Björn Uhl, der nicht nur moderierte, sondern auch kleine Geschichten zum Schmunzeln beisteuerte. Ein schöner Abend also, der den Vorweihnachtsstress vergessen ließ.

Schon die Auswahl der Lieder überraschte ein wenig. Sicher, die Klassiker durften nicht fehlen. Aber vor allem für die erste Hälfte hatten die drei Damen mehrere Titel von Pe Werner ausgewählt – allesamt mit schönen Melodien und poetischen Texten. So sang Julia Jäger über „Ne Prise Zimt“, die sie immer wieder an Weihnachten zu Hause erinnert, obwohl sie doch dem Trubel eigentlich entfliehen wollte. Ilka Ludwig bat „Lass es schneien“. Und Nicole Grundel wünschte sich einen „Segler aus Papier“.

Doch sie trauten sich auch, jenen Klassiker zu singen, „der die Menschheit in zwei Teile teilt“, wie Björn Uhl es ankündigt. Und so machten die drei Damen das „Nerv-Lied“ von Wham, „Last Christmas“, auch für den anderen Teil der Menschheit zum hörbaren Erlebnis. Da wurde zudem „Fröhliche Weihnacht“ gesungen, vom „Winter Wonderland“ geträumt, und um den „Christmas Tree“ gerockt.

Die Stimmen der beiden Heusenstammerinnen Nicole Grundel und Julia Jäger sowie der Rodgauerin Ilka Ludwig ergänzen sich wunderbar, so dass das Konzert im Himmelskroner Pfarrheim zum perfekten Abend wurde.

Freilich hätte etwas gefehlt, wäre nicht der für so manchen flotten Spruch bekannte Björn Uhl dabei. Er machte seinem Ruf auch an diesem Abend alle Ehre, etwa wenn er eine Tanzeinlage der Sängerinnen kommentierte mit dem Satz: „Sie sahen Three Times a Lady und das NDR-Fernsehballett.“ Dazu lieferte Uhl kleine Geschichten, die sich rund um Weihnachten ranken. Jene etwa, die schildert, wie sich die Bewohner eines Altenheims gegen die Flut an Schulklassen, Singgruppen, Chöre und Orchester wehren müssen, die sie während des Advents mit ihren Vorträgen beglücken wollen. Und Björn Uhl wäre nicht dieser, hätte er die Story – zum Vergnügen des Publikums – nicht mit Heusenstammer Namen gespickt.

Und bei allem Spaß, am Ende gelang der Sprung zurück ins Besinnliche, als Björn Uhl – auf Hessisch – die Weihnachtsgeschichte las und anschließend Nicole Grundel, Ilka Ludwig und Julia Jäger das wunderschöne „Night of Silence“ herausragend gut zu Gehör brachten.

VON CLAUDIA BECHTHOLD

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