Wandern im Zwei-Drittel-Takt

125 Jahre TV Rembrücken: Wander-Abteilung macht jeden Monat einen Ausflug

Schon seit 1982 sind die Wanderer eine feste und aktive Abteilung des Turnvereins Rembrücken.  
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Schon seit 1982 sind die Wanderer eine feste und aktive Abteilung des Turnvereins Rembrücken. archiv

Die Wanderabteilung des TV Rembrücken (TVR) muss zwar im Jahr des 125. Vereinsgeburtstages coronabedingt pausieren, schmiedet aber bereits Pläne, um wieder durchzustarten.

Heusenstamm – Seit dem Jahr 1982 gehören die Wanderer zu den Sportlern des Vereins. Und machten damals gleich mit Regsamkeit von sich reden. So steht in der Chronik geschrieben: „Die neue Abteilung hatte vor der offiziellen Aufnahme bereits kräftig geübt, die Wanderer erfreuten sich schon seit drei Jahren an ihrem Sport.“

Diese Freude zeichnet die TVR-Sparte noch immer aus. Der heutige Abteilungsleiter, Dieter Pfaff, läuft bereits seit dem Jahr 2005 die Touren mit und hat vor fünf Jahren das leitende Amt übernommen. Motiviert erzählt er: „Meine Frau und ich sind gerne dabei, es gefällt uns, dass wir einen gemeinsamen Sport haben und dabei an die frische Luft kommen.“

Touren im Radius von 60 Kilometern

Rund 30 Wanderer haben sich beim TVR zusammengefunden. Etwa zwei Drittel der Mitglieder sind bei den im Voraus gut geplanten Strecken dabei. Los geht es zu „Nicht-Corona-Zeiten“ immer am letzten Sonntag im Monat. Mit dem Auto, oder inzwischen vermehrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, fährt die Gruppe in einem Radius von ungefähr 60 Kilometern zum Startpunkt der Tour, um sich meist über rund zwölf Kilometer auf den Weg zu machen. „Wir waren schon in der Nähe von Bad Orb, in Heubach oder auf der Saalburg“, erzählt Pfaff. Manchmal heißt es auch „Wir bleiben in der Nähe“, was bedeutet, dass Wanderstrecken rund um Rembrücken und Umgebung auf dem Plan stehen. Immer wieder sei er erstaunt über die schönen und interessanten Örtlichkeiten ganz in der Nähe, stellt Pfaff fest. „Vieles hätte ich alleine gar nicht entdeckt.“ Gehört es doch bei der Wanderabteilung dazu, dass jeder Teilnehmer sich bei der Organisation der Ausflüge einbringt. „Bei uns ist jeder mal mit der Vorbereitung dran“, stellt der Abteilungsleiter fest.

Wer also plant, geht die Strecke vorher ab. Später, in der Gruppe, folgt dann jeder seinem eigenen Rhythmus. „Manche laufen ganz vorne, andere bevorzugen einen langsameren Schritt und bilden die Nachhut“, berichtet Pfaff. Schließlich seien nicht nur Natur und Bewegung wichtig, es stehe auch das Gespräch im Vordergrund, die Teilnehmer sollen sich austauschen können. In den Pausen sei Gelegenheit, etwas zu trinken und eine kleine Stärkung zu sich zu nehmen, eine große Vesper gebe es indes nicht. „Wir kehren lieber irgendwo ein“, sagt der Abteilungsleiter. Auch das gehöre also zur Planung der Ausflüge, die meist einem „Zwei-Drittel-Ein-Drittel-Takt“ folgen, also erst einen großen Teil laufen, dann einkehren und auf einer kürzeren Strecke zurückgehen. Ebenso gehöre es zur Vorbereitung, Informationen über eventuelle Sehenswürdigkeiten auf der Route zusammenzutragen. „Okay, zugegeben, trotz aller Organisation verlaufen wir uns auch mal“, gibt der Abteilungsleiter zu.

Viel Ausrüstung wird nicht benötigt

„Jeder, der mit uns laufen will, ist herzlich eingeladen“, bietet Dieter Pfaff an. Viel Ausrüstung sei nicht notwendig. „Wir machen ja keine Hochgebirgstouren, bequeme feste Schuhe und bei Bedarf regenfeste Kleidung reichen aus.“ Pünktlich zur Weihnachtsfeier kommt der neue Wanderplan für das Jahr raus, schon erwartet sind dann die Informationen zu der Mehrtagestour. Einmal im Jahr fahren die Wanderer für fünf Tage an einen Ort und unternehmen von dort aus täglich Fußmärsche zu unterschiedlichen Zielen.

Damit auch außerhalb der Touren Zeit für Geselligkeit ist, lädt die Abteilung zu einem monatlichen Treff ein. Auch ist es für die Gruppe selbstverständlich, bei Festen des TVR zu helfen. Die neueste Entwicklung könnte nun den Wandersport des Vereins nochmal attraktiver machen. Ein Kontakt mit einer weiteren Wandergruppe könnte eventuell zu einer Art Fusion führen. „Dann würden wir differenziertere Angebote machen und Lang- und Kurzwanderstrecken ausarbeiten“, sagt Dieter Pfaff. (Barbara Scholze)

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