Zeugen der Tat gesucht

Unbekannte beschädigen sechs Buchen stark - Schaden von 30000 Euro

Mit einem Beil, einem Draht oder anderen Werkzeugen haben Unbekannte insgesamt sechs Buchen schwere Wunden zugefügt. 
+
Mit einem Beil, einem Draht oder anderen Werkzeugen haben Unbekannte insgesamt sechs Buchen schwere Wunden zugefügt. 

Mit einem Beil, einem Draht oder anderen Werkzeugen haben Unbekannte insgesamt sechs Buchen in Heusenstamm schwere Wunden zugefügt. 

Heusenstamm – „Das ist eine Schweinerei. “ Erster Stadtrat Uwe Michael Hajdu wird durchaus deutlich: Vermutlich am vergangenen Wochenende haben Unbekannte die Stämme von insgesamt sechs Buchen an der verlängerten Karlbader Straße bewusst derart beschädigt, dass die Pflanzen vermutlich nicht mehr zu retten sind. Den Schaden schätzt man bei der Stadt auf mindestens 30 000 Euro.

„Die mutwillige Beschädigung oder gar Zerstörung von städtischem Eigentum, und dazu gehören eben auch Bäume und andere Grünpflanzen, ist eine Sachbeschädigung“, sagt Hajdu. Könne man keinen Täter ermitteln, müssten jedes Mal aufs Neue die Heusenstammer Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Steuergeld für entstandene Schäden aufkommen. „Was der Verlust von Grün für unser Stadtklima bedeutet, muss auch nicht mehr extra betont werden“, fügt der Kommunalpolitiker noch an.

Es geht um ein kleines, waldähnlich bewachsenes Grundstück am Ende der Karlsbader Straße, das auch an die Rückseite der Grundstücke in der parallel verlaufenden Breslauer Straße grenzt. Auf dem kleinen grünen Dreieck stehen vor allem Buchen, die etwa 80 bis 100 Jahre alt sind. Zwischen Freitag, 10. Januar, und Sonntag, 12. Januar, so vermuten die zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung, haben eine oder mehrere unbekannte Personen sechs gesunde Buchen mit einem Stammdurchmesser von 40 bis 60 Zentimetern beschädigt. Der oder die Täter haben mit einem Beil, einem Draht oder einem anderen Werkzeug jeweils einen größeren ringförmigen Streifen der Baumrinde weggeschlagen beziehungsweise abgeschält. Außerdem wurde versucht, einige der Schadstellen mit Erde zu verdecken.

Idyllisch wirkt das grüne Dreieck an der Karlsbader Straße, das direkt an den Wald grenzt. Sechs Buchen wurden beschädigt. 

Ein aufmerksamer Bürger hat die Fachleute im Rathaus auf die Tat aufmerksam gemacht. Die städtischen Baumkontrolleure haben die Schäden nun begutachtet. Mit viel Glück, so heißt es, seien bei dieser Aktion nicht alle „Versorgungsleitungen“ der Bäume gekappt worden und die eine oder andere Buche überstehe diesen Angriff. Tatsächlich aber hätten die Experten wenig Hoffnung, denn die Schnitte und Schläge seien eigentlich zu tief. Daher müsse man befürchten, dass die Bäume die Wunden nicht kompensieren könnten und absterben werden.

Durch diese Verwundung, erläutert der Heusenstammer Förster Bernhard Gerstner auf Anfrage, könne ein Fäulepilz in den Stamm dringen. Etwa ein dreiviertel Jahr, rät er, müsse man die Bäume beobachten, dann werde man entscheiden, ob sie noch verkehrssicher sind.

Die sechs bislang gesunden Bäume gehören zu jener größeren Baumgruppe, die prägend ist für das Wohngebiet, für Beschattung und gute Luft sorgt. Weitere Bäume im Kern dieses Dreiecks zeigen massive Trockenschäden nach den beiden heißen Sommern. Ob diese erhalten bleiben können, ist ebenfalls noch offen. Realistisch betrachtet, befürchten die Fachleute mittlerweile, dass die rund 25 Bäume früher oder später alle gefällt werden müssen.

Die Stadt hat inzwischen Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Sie bittet Anlieger und Zeugen, die Angaben zu dieser Tat machen können, sich möglichst schnell mit dem Fachdienst Sicherheit und Ordnung im Schlossrathaus unter z 06104 607-1130 oder per Mail an ordnungsamt@heusenstamm.de in Verbindung zu setzen.

Von Claudia Bechthold

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare