Anbau soll bis 2023 fertig sein

TSV will ihre Halle erweitern

Heusenstamm - Sie ist mit 2853 Mitgliedern der größte Verein in der Stadt, die Turn- und Sportvereinigung (TSV) Heusenstamm. Am Samstagnachmittag hat der Vorstand zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Von Claudia Bechthold 

Bauarbeiten plant derzeit der Vorstand der TSV Heusenstamm. „Wir müssen weitere Kapazitäten schaffen“, betont Vorsitzender Carsten Müller am Samstag während der Jahreshauptversammlung von Heusenstamms größten Verein. Genaue Pläne aber liegen noch nicht vor.

Die Raumnot sei das größte Problem. schildert Müller die Nöte der TSV. So habe man den sogenannten Roten Saal im Keller des Gebäudes schließen müssen, weil Wasser eingedrungen ist. „Vielleicht hätte man dort noch Baby-Schwimmen anbieten können“, fügt er mit ironischem Augenzwinkern hinzu. Abteilungen wie Judo, Kickboxen und Taekwondo hätten schon jetzt zu wenig Raumkapazität. Schließlich sei die Jahnstraße 3 auch Schulturnhalle. Und es sei absehbar, dass die Adalbert-Stifter-Schule künftig mehr Zeiten benötige.

Man habe inzwischen einen Architekten beauftragt, berichtet Müller weiter, Pläne zu entwickeln, wie man das Freigelände neben der Halle bebauen könne. Kraft- und Übungsräume für Gymnastik und Reha-Sport würden ebenso benötigt wie Platz für die Kampfsportler, Übungsräume für das Blasorchester sowie Lagerkapazitäten. „Wir müssen ein Gesamtkonzept erarbeiten“, kündigte er an. Und darüber werde man die Mitglieder auf dem Laufenden halten. Sicher sei nur, dass man mit diesen Erweiterungen, für die man auch auf die Unterstützung der Stadt, des Kreises und des Landes hoffe, bis zum Jahr 2023 fertig sein wolle. „Denn dann feiern wir das 150-jährige Bestehen der TSV Heusenstamm“, erinnert Müller.

Mit 2853 Mitgliedern nähert sich der Verein allmählich der 3000er-Marke. Damit hat die TSV 88 Mitglieder mehr als ein Jahr zuvor. In manchen Abteilungen, wie etwa bei den Schwimmern oder den Fußballern, gebe es bereits Wartelisten, berichtet der Vorsitzende.

Schließlich appelliert Carsten Müller an die Bereitschaft der Mitglieder, etwas für ihren Verein zu tun: „Wir brauchen mehr Menschen, die uns ehrenamtlich unterstützen, auch ohne im Vorstand Verantwortung zu übernehmen.“ Internetpflege, Marketing, Werbung und der Datenschutz seien Aufgaben, für die man kompetente Hilfe brauche. Auch die Weiterentwicklung von Sportangeboten, deren Koordination sowie die Vorbereitung der 150-Jahr-Feier zählten dazu.

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Zu Beginn der Versammlung hatte Bürgermeister Halil Öztas zugesagt, man werde alles tun, damit der Sport in der Schlossstadt seine Bedeutung nicht verliere. Und Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel hob in seinem Grußwort hervor, Heusenstamm sei eine Sportstadt mit hervorragenden Anlagen: „Jeder Euro, den die Politik in die Vereine steckt, ist ein gut angelegter Euro, denn die Vereine übernehmen damit soziale Aufgaben, die der Staat sonst leisten müsste.“

Rubriklistenbild: © dapd

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