Keine Holzfenster-Pflicht

SPD will nach Gespräch mit Bürgerforum Prüfung der Rembrücken-Satzung

Die Gestaltungssatzung für den alten Ortskern von Rembrücken soll modernisiert werden. Einen entsprechenden Prüfantrag hat die SPD jetzt in Absprache mit der Kooperation eingebracht. 
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Die Gestaltungssatzung für den alten Ortskern von Rembrücken soll modernisiert werden. Einen entsprechenden Prüfantrag hat die SPD jetzt in Absprache mit der Kooperation eingebracht. 

Modernisiert werden müsse die Gestaltungssatzung der Stadt zum alten Ortskern von Rembrücken. Dieser Meinung ist das Bürgerforum des Stadtteils schon lange, berichtet dessen Mitglied Dr. Hartmut von Kienle auf Anfrage. 

Heusenstamm – Nach einem Gespräch dieses Arbeitskreises mit Vertretern der SPD, darunter auch Bürgermeister Halil Öztas, hat die Kooperation nun einen entsprechenden Prüfantrag ins parlamentarische Verfahren gebracht.

Dem Bürgerforum sei daran gelegen, dass diese Satzung moderner gefasst werde, ohne dabei den Grundgedanken, die Erhaltung des Ortskerns, zu verlassen. „Es geht uns einfach darum, dass darin zum Beispiel die Verwendung von Farben vorgeschrieben wird, die es gar nicht mehr gibt“, erläutert von Kienle. Aber auch die Vorgabe, dass nur Holzfenster eingesetzt werden dürfen, sei überholt: „Heute gibt es Kunststoff-Fenster, denen man überhaupt nicht mehr ansieht, dass sie nicht aus Holz sind.“

Ein weiterer Antrag der SPD, der nach dem Treffen der Sozialdemokraten mit dem Bürgerforum eingereicht wurde, betrifft den Adventsmarkt, der seit 2015 in Rembrücken stattfindet und bislang privat organisiert wird. Mit der fünften Ausgabe hatten sich die Veranstalter erstmals aus dem Innenhof der Alten Babbscherei an der Heusenstammer Straße an den Dorfplatz vor der Alten Schule gewagt. Die Verantwortung und das Risiko als Privatmenschen sei ihnen nun zu groß geworden, erläutert von Kienle. Deshalb habe man darum gebeten, dass die Stadt als Veranstalter übernimmt.

Entsprechend hat die SPD in Absprache mit der Kooperation nun den Antrag gestellt, dass dieser Rembrücker Markt nun jeweils zum ersten Advent von der Stadt organisiert werde. Dabei seien die Wünsche und Anregungen der Vereine des Stadtteils zu berücksichtigen.

Ein weiteres Thema sei die Situation der Einzelhandelsversorgung in Rembrücken gewesen, die einhellig als unzureichend angesehen werde, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD zu dem Treffen. Bürgermeister Halil Öztas habe in diesem Zusammenhang Hintergrundinformationen aus den von ihm geführten Gesprächen gegeben. Dabei sei auch die Idee der Ansiedlung einer Drogerie nebst Vollversorger am Kreisel in Martinsee besprochen worden. „Durch die Nähe zu Rembrücken würden bei Realisierung dieses Projekts erhebliche Fahrtwege für Rembrücker entfallen“, bemerkt der SPD-Vorsitzende Karsten Sigl dazu.

Nach Einschätzung von Hartmut von Kienle nutzen viele Rembrücker schon jetzt die Einkaufsmöglichkeiten im benachbarten Rodgau, wo man alles finde und es immer Parkplätze gebe. Aber für jene Bewohner, die mehr nach Heusenstamm sowie in Richtung Offenbach und Frankfurt orientiert seien, könnten diese Märkte attraktiv sein.

Schließlich hat Öztas den Sachstand zum Ausbau des beschlossenen Radwegs zwischen Rembrücken und Hainhausen erläutert. Dazu habe die Stadt Rodgau Zuschüsse des Landes beantragt. Sobald die Bescheide vorliegen, könne der Bau des Radwegs beginnen (wir berichteten).

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