Umwelt

Zu wenig öffentliche Mülleimer: SPD und Volt wollen Anschaffung weiterer Behälter prüfen lassen

Kein einziger Abfalleimer sei entlang des Radwegs zwischen Heusenstamm und Rembrücken zu finden, beklagt Simone Paesler von der SPD.
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Kein einziger Abfalleimer sei entlang des Radwegs zwischen Heusenstamm und Rembrücken zu finden, beklagt Simone Paesler von der SPD.

Mit Umweltthemen werden sich die Stadtverordneten am Mittwoch, 7. Juli, während ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause befassen. Unter anderem geht es um einen Antrag von SPD und Volt, mit dem der Magistrat den Auftrag erhält, im Stadtgebiet zu prüfen, wo eventuell zu wenig Mülleimer angebracht sind. Der Antrag wurde jetzt im Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss beraten.

Heusenstamm – Als Beispiel nannte die SPD-Stadtverordnete Simone Paesler den Radweg zwischen Heusenstamm und Rembrücken, an dem kein einziger Abfallbehälter zu finden sei. Regelmäßig müssten die Naturengel, zu denen Simone Paesler ebenfalls zählt, nicht nur entlang dieser Strecke größere Mengen Abfall vom Grünstreifen und dem Waldrand entfernen, berichtete sie. Aber auch die Frequenz, mit der öffentliche Müllbehälter geleert werden, sollte man unter Umständen erhöhen, fordern die beiden Fraktionen mit ihrem Antrag, der zumindest bei diesen beiden Punkten die einhellige Zustimmung aller Ausschussmitglieder erhielt.

Gestrichen wurden allerdings zwei weitere Punkte des Antrags, mit denen die Anschaffung größerer Abfallbehälter und weiterer für Glas und Flaschen erreicht werden sollte.

CDU äußert ihre Zweifel

Dazu hatte zunächst Steffen Ball für die CDU-Fraktion Zweifel geäußert, dass mit größeren Mülleimern das Problem gelöst werde. Vielmehr müsse das Ziel der Müllvermeidung angestrebt werden.

Sandra Horn von den Freien Wählern betonte, sie sehe – wie die Antragsteller – das Problem, dass Wildtiere wie Waschbären und Krähen den Müll ausräumen, um nach Essensresten zu suchen. Aber dazu müsse man eventuell an bestimmten Plätzen über eine andere Art der Müllsammlung nachdenken.

Antrag zu Kippengullys und Zigarettenballots wird abgelehnt

Abgelehnt wurde dagegen ein gemeinsamer Antrag von SPD und Volt, Kippengullys und Zigarettenballots an stark frequentierten Sitzgelegenheiten zu installieren. Immer wieder müsse man große Mengen Zigarettenstummel entfernen, die Schadstoffe ins Erdreich und damit auch ins Grundwasser transportierten, sagte Simone Paesler. Die Ballots könnten lustig bemalt werden und so dazu anreizen, Kippen dort hinein und nicht auf die Straße zu werfen.

Kippengullys sind ekelhaft und stinken, entgegnete Funda Hagelauer von den Grünen. Und Zigarettenballots, die aussähen wie Kaugummi-Automaten, hätten damit einen psychologischen Effekt, den man nicht wolle. (Von Claudia Bechthold)

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