Plan von Stadtparlament und Magistrat

Zweiter Halt für die S-Bahn: Bekommt Heusenstamm einen weiteren Bahnhof?

Zwischen dem Areal entlang der Industriestraße und dem Wohngebiet Sommerfeld (oben im Bild) verläuft die S-Bahn-Strecke nach Dietzenbach. Etwa in dieser Höhe wünscht man sich nun einen zweiten S-Bahn-Halt. Foto: HÄSLER
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Zwischen dem Areal entlang der Industriestraße und dem Wohngebiet Sommerfeld (oben im Bild) verläuft die S-Bahn-Strecke nach Dietzenbach. Etwa in dieser Höhe wünscht man sich nun einen zweiten S-Bahn-Halt.

Große Wohngebiete sollen in der nicht allzu fernen Zukunft links und rechts der Industriestraße im Süden der Stadt entstehen. Das ist zumindest der Plan, den Stadtparlament und Magistrat derzeit hegen.

  • Große Wohngebiete sollen an der Industriestraße in Heusenstamm entstehen
  • Diese sollen durch die S-Bahn (Deutsche Bahn) angebunden werden
  • Stadtverordnete und Magistrat fordern einen neuen Bahnhof

Heusenstamm – Im Blick sind dabei die Flächen des ehemaligen Brückenbauhofs und des ehemaligen Fernmeldezeugamts. Um dieses Gebiet besser anzubinden, haben sich Stadtverordnete und Magistratsmitglieder nun dafür ausgesprochen, dass Heusenstamm eine zweite S-Bahn-Haltestelle erhält. Eine genaue Örtlichkeit dafür wird indes nicht benannt.

S-Bahn in Heusenstamm: Neuer Bahnhof als dringend erforderlich angesehen

Formuliert wurde dieser Wunsch jetzt in der Stellungnahme der Stadt zur Fortschreibung des Regionalen Nahverkehrsplans 2020 bis 2030. Die Schaffung von geeigneten Wohnbauflächen lasse sich nur durch einen attraktiven öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und die damit verbundene höhere Mobilität der Bevölkerung wirksam erreichen, heißt es in der Begründung.

Für die notwendige Erweiterung des „Vorzugsraumes Wohnen“ werde die Einrichtung eines zweiten S-Bahn-Haltepunkts an der vorhandenen Strecke als dringend erforderlich angesehen.

Neuer S-Bahnhof für Heusenstamm? Straßenverkehr soll entlastet werden

Zudem könnte sich dies nach Meinung der Schlossstädter Politiker auch positiv auf das gesamte Gewerbegebiet Süd auswirken, das so „auf kurzem Weg“ direkt angebunden wäre. Vor allem könnten Pendlerströme von privaten Verkehrsmitteln auf den ÖPNV verlagert werden. Das entlaste den Straßenverkehr und hätte eine positive Wirkungen auf die Umwelt.

Bereits vor einem Jahr hatte sich das Stadtparlament in einer Stellungnahme zur Überarbeitung des Regionalen Flächennutzungsplans ähnlich geäußert. Dazu äußert sich Bürgermeister Halil Öztas: „Vieles spricht aus unserer Sicht für die Errichtung eines zweiten S-Bahn-Haltepunkts im Stadtgebiet. Allerdings sind wir hier nicht Herr des Verfahrens. Wir sind gespannt auf die ersten Rückmeldungen des Rhein-Main-Verkehrsverbundes.“

Weiterer S-Bahnhof in Heusenstamm: Es kommt auf den RMV und die Deutsche Bahn (DB) an

Entscheidend dabei ist allerdings nicht allein der Rhein-Main-Verkehrsverbund, sondern auch die Deutsche Bahn, die die S-Bahnen betreibt. Der bestehende S-Bahnhof Heusenstamm liegt – historisch bedingt – im Norden am Rand des Stadtgebiets. Vor allem nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat sich Heusenstamm in den Süden, Westen und Osten ausgedehnt. Im Norden begrenzt zum einen die Autobahn eine mögliche Ausbreitung, zum anderen endet dort die Gemarkung der Stadt.

Der bestehende Halt liege also nicht im geometrischen Mittelpunkt des Stadtgebiets. Rund um den Bahnhof werde es wegen der örtlichen Gegebenheiten sowie der übergeordneten Planungsziele auch keine weitere Gebietsentwicklung mehr geben. Die Stellungnahme haben die Stadtverordneten bei einer Enthaltung einstimmig verabschiedet. (clb)

In Heusenstamm ist eine Frau von einem S-Bahn-Zug erfasst und tödlich verletzt worden. In Höhe der Autobahnbrücke hatte die 48-Jährige aus noch unbekannten Gründen die Gleise betreten.

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