Feier zum 25. Jubiläum

Heusenstammer besuchen Partnerstädte Saint-Savin und Malle

Gemeinsam mit den Freunden aus Saint-Savin stellten sich die Heusenstammer vor der romanischen Abteikirche am Ufer der Gartempe dem Fotografen. Foto: Monse (p)
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Gemeinsam mit den Freunden aus Saint-Savin stellten sich die Heusenstammer vor der romanischen Abteikirche am Ufer der Gartempe dem Fotografen.

Heusenstamm - Mit Saint-Savin mitten in Frankreich pflegt Heusenstamm seit 1969 eine Partnerschaft. Mit dem belgischen Malle verschwisterten sich die Schlossstädter im Jahr 1991. In beiden Partnerstädten haben in diesen Wochen Freundschaftstreffen stattgefunden.

Zwei Tage besuchte eine Delegation aus Heusenstamm mit Bürgermeister Halil Öztas an der Spitze das belgische Malle, um das 25-jährige Bestehen dieser Partnerschaft zu feiern. Harry Hendrickx, Bürgermeister in Malle, und Öztas bekräftigten in einem kleinen Festakt den Fortbestand dieser Freundschaft. Rund um diese Feier hatten die Maller ein abwechslungsreiches Besichtigungsprogramm organisiert. Unter anderem habe man die Trappisten-Abtei, so weit möglich, besichtigen können, berichtete die Vorsitzende des Freundeskreises Partnerstädte, Angelika Banck. Dort wird unter anderem das weltberühmte Bier gebraut. Außerdem produzieren die Mönche eigenen Käse. Besucht wurde außerdem ein ehemaliges Nato-Flugfeld, von dem aus die beiden Verwaltungschefs sowie der frühere Bürgermeister von Saint-Savin, Michel Brouard, einen Rundflug mitmachen konnten. Eine Oldtimer-Ausstellung und ein Picknick zählten ebenfalls zum Programm. Die Rückverschwisterung mit Malle soll während des Nikolausmarkts in Heusenstamm im Dezember noch einmal bekräftigt werden.

Zu einer Bürgerreise in die Region von Saint-Savin hatte der Freundeskreis Partnerstädte aufgerufen. Geplant von Herbert Margraf nahmen 47 Bürgerinnen und Bürger an der mehrtägigen Fahrt teil. Zunächst führte der Weg über Metz nach Orléans. In Metz erläuterte Margraf der Gruppe die gotische Kathedrale St. Etienne, deren sonnendurchflutete Kirchenfenster, darunter einige von Marc Chagall, ein buntes Farbenspiel boten. In Orléans, dem ersten Übernachtungsort stand die berühmte Jungfrau im Mittelpunkt der Ausführungen.

Weiter ging die Fahrt nach Poitiers, wo man für mehrere Tage Quartier bezog. Die Stadt wurde zu Fuß erkundet. Die Sehenswürdigkeiten Poitiers – Rathaus, Notre-Dame la Grande, Justizpalast, Kathedrale Saint Pierre, Kirche Sainte Radegonde – sind mit auf den Boden gemalten farbigen Linien miteinander verbunden. Übrigens stammt die dort hoch verehrte heilige Radegundis aus Thüringen. Der nächste Tag war ganz und gar der Partnerstadt Saint-Savin gewidmet. Begrüßt von den Freunden, tauchte die Gruppe in die Beschaulichkeit des Städtchens ein. Dort, habe den Eindruck, fließe das Leben wie der Fluss Gartempe in aller Ruhe dahin, beschreibt Margraf seine persönlichen Eindrücke.

Bilder zum Fünfstädtetreffen in Langen

Geprägt ist der Ort von der romanischen Abteikirche am Ufer der Gartempe. Sie zählt zu den kunstgeschichtlich wichtigen Gebäuden, da ihre Wandmalereien aus dem 11. und 12. Jahrhundert fast vollständig erhalten sind. Eingetreten in die Kirche der ehemaligen Benediktinerabtei staunten die Heusenstammer über deren Farbenpracht. In Saint Savin erlebe man die im Mittelalter übliche Farbvielfalt, selbst die Säulen seien bemalt, betont Margraf. Nicht umsonst werde die Abteikirche „Sixtinische Kapelle der Romanik“ genannt. Organisiert von Remy Berthon verbrachten die Gäste einen schönen Tag bei einem Picknick unter Bäumen.

Eine Loirefahrt mit den Stationen Blois, Amboise und Tours folgte am nächsten Tag. Dem folgte ein Ausflug nach La Rochelle, bei dem die Teilnehmern auch Zeit zur individuellen Freizeitgestaltung hatten. Die Heimreise führte zunächst über Bourges mit Besichtigung der fünfschiffigen Kathedrale. Einen weiteren Höhepunkt erlebte die Gruppe schließlich im burgundischen Vézelay mit seiner prachtvollen Basilika St. Maria Magdalena. In der stimmungsvoll beleuchteten romanischen Kirche erlebten die Heusenstammer am Abend den „himmlischen“ Gesang der Schwestern und Brüdern der monastischen Gemeinschaft von Jerusalem, bevor sie am nächsten Tag nach Hause reisten. (clb)

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