Großer Erfolg für TSV-Konzert mit Doctor Blond am Bannturm

Heusenstammer feiern „Robo“ Chop

Doctor Blond am Bannturm: Hans-Jürgen „Robo“ Chop (links) stand vermutlich zum letzten Mal auf der Bühne hinter dem Schloss. Foto: WITTEKOPF

Heusenstamm – Strahlende Gesichter bescherte bereits die Vorbereitung. „Der Vorverkauf allein war schon rekordverdächtig“, sagt Veranstaltungsleiter Jens Krostewitz von den TSV-Fußballern kurz nach Beginn der großen Party am Bannturm. VON BURGHARD WITTEKOPF

„Heute stimmt einfach alles, das Wetter ist toll, die Band ist super, ich sehe hier nur zufriedene Gesichter. “ Auch die Zusammenarbeit mit dem Kulturamt verlief seiner Aussage nach reibungslos.

Der Star an diesem Abend ist die Rhein-Main-Party-Band „Doctor Blond.“ Die Jungs um Frontsängerin Inga Wolf stehen für geballte Powermusik und heizen dem Publikum vom ersten Lied an richtig ein. Allein im ersten von drei Sets, spielen die Musiker berühmte Disco, R&B/Soul-Lieder wie „I’m So Excited“ (Pointer Sisters) oder „She Works Hard For The Money“ (Donna Summer) und sorgen damit für beste Laune auf der Tanzfläche. Bei Musikstücken wie „Everybody“ von den Backstreet Boys singen sogar alle den Refrain mit und strecken ihre Arme in die Höhe. Über so viel Enthusiasmus freuen sich die Bandmitglieder, und Inga Wolf bedankt sich bei ihrem Publikum mit „Heusenstamm ihr seid Klasse, Heusenstamm ist da!“

Die Sängerin, die seit sechs Monaten Frontfrau ist, hat ihre geplante Weltreise extra um eine Woche verschoben, um bei dem Event dabei zu sein. Als Gäste stehen mit Trompeter Frank Zeller von den Rodgau Monotones und Saxofonist Bernd Chwatlina zwei weitere Vollblutmusiker mit auf der Bühne.

„Das Feedback hier ist überwältigend“, sagt Gitarrist und Bandleader Hans-Jürgen „Robo“ Chop. Der Heusenstammer ist Gründungsmitglied der Band und hat viele Jahre bei der TSV aktiv Fußball gespielt.

„Der Kontakt mit der Gruppe ist dadurch auch zustande gekommen“, erläutert Krostewitz. Aber die Band sorgt nicht nur für die tolle Stimmung, sondern hat ihre eigene Musikanlage mit eigenem Soundteam dabei und die machen eine ausgezeichnete Arbeit.

Unübersehbar ist die Gruppe der Doctor-Blond-Hardcore-Fans, die an einem Tisch unweit der Bühne sitzen. Auf ihren T-Shirts, die sie extra für den heutigen Tag bedruckt haben, steht in großen neonfarbenen Buchstaben „Danke Robo!!!!“

„Das ist unsere Hommage an Bandleader Hans-Jürgen Chop“, sagt Christof Danz, der mit seiner Frau Annette das Konzert verfolgt: „Wir sind immer dabei, wenn die Band spielt.“ „Die Musiker sind absolute Spitze“, betont Hardcore-Fan Andreas Will.

Finanziell ist der Tag ein voller Erfolg für die Jugendarbeit des TSV, denn das Catering verläuft sehr gut. Zum zweiten Mal ist Patrick Voelkel mit seinen eigenen Gin-Kreationen dabei. „Wir haben extra für diese Veranstaltung eine Bowle mit unserem Fine-Orange angesetzt“, erzählt er. „Die wird extrem gut angenommen.“ Aber auch sein „Botanicals“, ein Rosmarin-Gin, ist ein Renner.

Für die Band ist der Tag ein richtiger Marathon und man kann über die Ausdauer der Musiker nur staunen. Nach mehr als 35 Liedern lässt sie das Publikum immer noch nicht in den wohlverdienten Feierabend, sondern fordert drei weitere Zugaben. Mit „Purple Rain“ von Prince schließlich beendet die Band den Top-Abend.

Sehr zum Bedauern der Fans befindet sich Chop auf seiner Abschiedstour, denn er wird zum Ende des Jahres aufhören. „Am 23. Dezember gebe ich mein letztes Konzert in Obertshausen im Remedy, danach ist vermutlich endgültig Schluss“, sagt Chop.

Wer die Band noch einmal sehen möchte, hat am 24. und 25. August auf dem Museumsuferfest in Frankfurt die Chance. Die Band spielt am Samstag ab 20 Uhr auf der Binding-Bühne und am Sonntag ab 19 Uhr auf der Foodtopia-Bühne.

Doch so ganz von der Bühne möchte Chop sich dann doch nicht von seinen Fans verabschieden: „Ich werde die Band natürlich weiterhin tatkräftig unterstützen und vielleicht hin und wieder mal eine Einlage geben, vielleicht am Bannturm 2020.“ Die Fans werden es ihm danken und vielleicht wird die Veranstaltung dann noch erfolgreicher als sie dieses Jahr schon war.

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