Autofreie Frankfurter Straße an Wochenenden

Heusenstammer Grüne wollen größeres Radwegenetz und mehr bezahlbaren Wohnraum

Außerhalb der Geschäftszeiten soll die Frankfurter nach Willen der Grünen an Wochenenden autofrei werden.
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Außerhalb der Geschäftszeiten soll die Frankfurter nach Willen der Grünen an Wochenenden autofrei werden.

„Lasst Heusenstamm erGRÜNEN“, nennen die Grünen in der Schlossstadt ihr Motto und Ziel für den Wahlkampf zur Kommunalwahl am 14. März. Eine soziale Stadt für alle, den Schutz von Umwelt und Klima sowie eine nachhaltige Mobilität und Stadtentwicklung sind die Schwerpunkte ihres Programms für Heusenstamm.

Heusenstamm - Die Grünen wollen ein hochwertiges und bedarfsgerechtes Angebot für die Betreuung der Kinder unter drei Jahren in den Krippen, der Kindergarten-Kinder und der Grundschulkinder in den Horten. Ihr Ziel ist der baldige Abbau der Wartelisten. Das Vergabesystem der Betreuungsplätze soll transparent und sozial ausgewogen sein.

Für die Jugend wollen die Grünen mehr Freiräume, in denen sie sich ungestört treffen kann, insbesondere mehr Streetball- und Bolzplätze. Dies soll beispielsweise durch die Öffnung der Freiflächen am Schwimmbad geschehen.

Die Grünen unterstützen das Konzept für ein Familienzentrum St. Cäcilia. Sie wollen eine Ausweitung der Pflege- und Hilfsangebote für ältere Menschen. Deshalb soll eine Tagespflege im Stadtgebiet eingerichtet und die Bürger- und Seniorenhilfe weiterhin unterstützt werden.

Ein weiterer Programmschwerpunkt ist die Förderung des Radverkehrs: „Wir wollen den Beschluss der Stadtverordneten aus dem Jahr 2010 umsetzen, demzufolge der Anteil des Fahrradverkehrs am innerstädtischen Verkehr auf 30 Prozent gesteigert werden soll“, schreibt deren Fraktionschef im Stadtparlament, Heiner Wilke-Zimmermann. Dazu wolle man das Radwegenetz ausbauen, innerörtlicher Fahrradstraßen und mehr Radfahrstreifen einrichten und sichere Radwegeverbindungen zu allen Nachbarkommunen schaffen. Gefahrenpunkten wie beispielsweise die Kreuzung der Hohebergstraße mit der Ringstraße und die Einmündung der Leibnizstraße in die Ringstraße sollen beseitigt werden.

Die Grünen wollen sich weiterhin dafür engagieren, dass mehr bezahlbarer Wohnraum in Heusenstamm geschaffen wird. In den vergangenen Jahren seien zwar viele Wohnungen in Heusenstamm gebaut worden, schreiben sie, aber überwiegend Eigentumswohnungen und hochpreisige Mietwohnungen. Die Grünen wollen zusätzlichen Wohnraum für einkommensschwache Menschen und Familien mit Kindern schaffen. Dazu soll der Bau von preisgünstigen Wohnungen durch entsprechende Festlegungen in Bebauungsplänen oder durch entsprechende städtebauliche Verträge gefördert werden. Und auch der lange vernachlässigte soziale Wohnungsbau soll wieder unterstützt werden. Dazu bieten sich nach Ansicht der Grünen vor allem das frühere Bauhofgelände im Ostend und das Gelände des Brückenbauhofs an der Industriestraße an.

Die Grünen möchten den Autoverkehr durch die Frankfurter Straße reduzieren. Als ersten Schritt wollen sie ein Wochenend–Autofahrverbot außerhalb der Geschäftszeiten zwischen Eisenbahnstraße und Wiesenbornweg. Sie wollen die Ansiedlung eines Bio- und Unverpackt-Lebensmittelladens sowie eines Drogeriemarktes erreichen. Der Sandabbau von Braas soll endlich beendet werden. Den Weiterbau der Rodgau-Ringstraße lehnen die Grünen weiterhin ab.

Die Grünen werden ihr Programm in Videokonferenzen am Mittwoch, 3. März, und Donnerstag, 4. März, präsentieren und zur Diskussion stellen. Informationen dazu sowie das Programm und eine Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten findet man im Internet auf gruene-heusenstamm.de.  (clb)

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