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Heusenstammer Jugendzentrum auf gefährliche Baustoffe untersucht

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Von: Joshua Bär

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Einen einladenden Eindruck auf Jugendliche macht das Heusenstammer Juz laut Magistrat nicht. Die Jungen und Mädchen wünschen sich unter anderem eine neue Innenfarbe.
Einen einladenden Eindruck auf Jugendliche macht das Juz laut Magistrat nicht. Die Jungen und Mädchen wünschen sich unter anderem eine neue Innenfarbe. © bär

Bei einer Begehung des Heusenstammer Jugendzentrums hat der zuständige Fachdienst keine Gefährdung der Gesundheit feststellen können.

Heusenstamm - In welchem Zustand befindet sich das Jugendzentrum (Juz)? Im November hatten die Mitglieder des Jugendausschusses bei einer Begehung die Räume an der Rembrücker Straße besichtigt.  Nun informierte der Magistrat die Stadtverordneten über die abgeschlossenen sowie die noch ausstehenden Arbeiten im Juz. Vorausgegangen war eine Anfrage der SPD. 

Schwerwiegende Mängel stellten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachdienstes Hochbau bei ihrer Besichtigung des Jugendzentrums nicht fest. Das geht aus der Antwort des Magistrats hervor. Demnach hat es keine Hinweise auf asbesthaltige Baustoffe oder Bauteile gegeben, „die sich im Einflussbereich der Jugendlichen und Mitarbeitenden befinden oder durch unsachgemäßen Umgang beschädigt oder zerstört werden könnten“, teilt die Stadt mit. Der Magistrat habe zudem ein Labor damit beauftragt, Proben zu untersuchen, um Zweifel auszuräumen. Diese sind laut Angaben am 14. Februar entnommen worden. Mit Ergebnissen sei im März zu rechnen.

Heusenstammer Jugendzentrum benötigt neuen Notausgang

Hinweise auf Schimmel seien vom Fachlabor ebenfalls nicht gefunden worden. Die von Jugendleiter Jahn Scheel beschriebenen schwarzen Flecken an der Fassade stammen von Mauerspinnen.

Handlungsbedarf bestehe dagegen beim Brandschutz. So müsse im Anbau-Flur ein ebenerdiger Notausgang zum Innenhof eingebaut werden. Derzeit führt der Fluchtweg mittels Treppe über eine Fensterbrüstung auf die Rembrücker Straße. Bei der Besichtigung im November hatte Scheel darauf hingewiesen, dass Jugendliche, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, diesen Fluchtweg nicht nutzen könnten. Laut dem Magistrat ist nun vorgesehen, das Fenster herauszunehmen und es durch eine Tür-Fenster-Kombination zu ersetzen. Die ebenfalls beanstandenden defekten Fluchtwegschilder seien getauscht worden, zudem sollen Feuermelder angebracht werden.

Heusenstammer Jugendzentrum: Jugendlich wünschen sich neue Innenfarbe

Anlass zur Kritik gibt es auch an der Außenwirkung des Jugendzentrums. Diese sei „sehr schlicht und unscheinbar“, urteilt der Magistrat. Das Juz sei von außen nicht als solches erkennbar und wirke daher wenig einladend. In Gesprächen mit Jugendlichen hätten diese den Wunsch geäußert, die Innenwände neu zu streichen sowie den Medienraum umzugestalten. „Wir planen weitere Gespräche mit den Jugendlichen“, teilte Bürgermeister Steffen Ball (CDU) mit. Wann die Arbeiten beginnen, stehe noch nicht fest.

Für das laufende Jahr plane der Magistrat den Aufbau eines „Mobilen Juz“. Dabei soll die Jugendförderung direkt zu Schulen und weiteren Einrichtungen sowie beliebten Treffpunkten fahren und vor Ort mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen. Zudem soll ein Jugendbeirat gegründet werden. Ein entsprechender Arbeitskreis sei eingerichtet, heißt es. (von Joshua Bär)

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