Mehr dezentrale Angebote

Heusenstammer Sozialdemokraten wollen Jugendarbeit neu aufstellen

Seit vielen Jahren wird das ehemalige Schlachthofgebäude an der Rembrücker Straße als Jugendzentrum genutzt. Die SPD möchte diese Arbeit nun neu aufstellen.
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Seit vielen Jahren wird das ehemalige Schlachthofgebäude an der Rembrücker Straße als Jugendzentrum genutzt. Die SPD möchte diese Arbeit nun neu aufstellen.

Die Jugendarbeit in der Stadt wollen Heusenstamms Sozialdemokraten neu aufstellen. Man habe ein Jugendhaus aus den 1970er Jahre, untergebracht im ehemaligen Schlachthof, heißt es in einer Mitteilung der SPD. Dieses habe bis in die Gegenwart gute Dienste geleistet und werde „von sachkundigen Mitarbeitern begleitet“. Aber es habe eben alles seine Zeit und bedürfe manchmal der Anpassung an neue Erkenntnisse.

Heusenstamm – Nach den neuen Erkenntnissen werde unter den gegebenen Bedingungen bereits gearbeitet, heißt es weiter: „Wir sind der Ansicht, dass ein modernes Jugendhaus wichtig ist. Dabei muss es nicht mehr das zentrale Jugendhaus geben, was an einem bestimmten Standort stehen soll. Durchaus können dezentrale Angebote im Stadtgebiet eine sinnvolle Jugendarbeit gewährleisten.“

Dezentrale und offene Jugendarbeit werde in vielen Städten erfolgreich praktiziert. Man begrüße die Ankündigung von Bürgermeister Halil Öztas, diese Überlegungen mit erfahrenen Fachleuten und mit den Jugendlichen, erarbeiten zu wollen.

Daher müsse aktuell nicht über die Standortfrage von einem einzigen Jugendhaus nachgedacht werden, meint SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Lang, was derzeit sowieso mit Blick auf das Stadtumbauprojekt hinderlich wäre. Dazu müssten noch Entscheidungen zum Stadtumbau getroffen werden. Außerdem bedürfe es einiger Verhandlungen mit Grundstückseignern. Das brauche Zeit.

Weiter heißt es: „Wir hoffen, dass Bürgermeister Öztas sich nicht von denen drängen lässt, die jahrelang vor seinem Amtsantritt genug Zeit hatten, um Dinge zu ändern wie zum Beispiel auch die Notwendigkeiten bezüglich des Feuerwehrhauses.“ Zur Jugendarbeit hätten weder CDU und FDP noch die AfD bis heute ein eigenes Konzept vorgelegt.

Die Sozialdemokraten wollen Jugendliche in diese Planung einbeziehen und eine entsprechende Umfrage nach deren Bedürfnissen und Vorstellungen starten. Man wolle altersgerechte Angebote an diversen Stadtteilstützpunkten einführen und die Schulsozialarbeit mit einbeziehen. Man sei offen für jegliche Vorschläge von Mitbürgern. Gespräche mit Fachleuten würden geführt. Viele Jugendliche suchten sich die Orte ihrer Treffs oft selbst. Das seien Parks, Bolzplätze, Anlagen und anderes. Und das werde sich wahrscheinlich nicht ändern.

Ob am Ende ein zentrales Jugendhaus oder dezentrale Jugendarbeit befürwortet wird, werde sich zeigen, schreibt Lang. Sicherlich werde die Beteiligung von Jugendlichen die Akzeptanz der Angebote erhöhen. Zudem wolle man prüfen, ob die Etablierung eines Jugendparlaments in Heusenstamm realistisch sei. (clb)

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