Kontrollen auch am Wochenende

Stadt will mehr Ordnungspolizisten einstellen können

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Stadt will mehr Ordnungspolizisten einstellen können

Zwei zusätzliche Stellen sollen für das laufende Jahr geschaffen werden, um die Polizei des Ordnungsamtes zu verstärken. So sieht es der städtische Haushalt vor, der derzeit in den politischen Gremien beraten wird.

Heusenstamm – Hauptgrund ist die Verkehrsüberwachung, hieß es am Mittwochabend in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Insgesamt soll der Stellenplan um mehr als 30 Arbeitsplätze angehoben werden, vor allem, um Erzieherinnen und Erzieher für neue Kitas einstellen zu können. Aber auch die Verwaltung soll Zuwachs erhalten.

„Wir möchten den Dienst der Ordnungspolizei so gestalten können, dass Schichtdienste möglich werden, die weit über die normale Arbeitszeit hinausgehen“, erläutert Erster Stadtrat Uwe Michael Hajdu auf Anfrage. Das sei mit den vorhandenen vier Stellen nur sehr schwer umzusetzen.

Denn die Überwachung des sogenannten ruhenden Verkehrs sei nicht die einzige Aufgabe, die die Ordnungspolizisten übernehmen müssen. So gehören zum Beispiel auch Tempo- oder andere Kontrollen des fließenden Verkehrs zur Arbeit dieses Dienstes, wie etwa in dieser Woche, als gemeinsam mit der Landespolizei Lastwagen überprüft wurden (wir berichteten). Zudem erhielten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig Ermittlungsaufträge von anderen städtischen Behörden. Dazu zählt unter anderem nach Funden von wildem Müll in der Natur die Suche nach dem Verursacher. Oder aber die Ordnungspolizei wird als Zeuge benötigt. Und schließlich nennt Hajdu die Überwachung und Lenkung des morgendlichen Betriebs von Kindertageseinrichtungen und Schulen.

Wichtig ist dem Dezernenten für Sicherheit und Ordnung, dass nach 18 Uhr und an den Wochenenden in der Schlossstadt nicht wild geparkt werden könne. „Da halten sich nach unseren Erfahrungen viele nicht an die Regeln, weil sie darauf hoffen, dass niemand kontrolliert und aufschreibt“, betont er.

Ein weiterer Aspekt, der nach Meinung von Uwe Michael Hajdu besser überwacht werden müsse, ist da das Parken auf Bürgersteigen. Oft würden die Gehwege so zugeparkt, dass Eltern mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer auf die Fahrbahn ausweichen müssten. „Außerdem sind die Bürgersteige auch Radwege für Kinder, die diese ja bis zum Alter von acht Jahren nutzen müssen“, fügt er noch an.

Rechnen werde sich die Anhebung der Stellen im Ordnungsdienst freilich nicht, räumt Hajdu ein. Dazu sei der Aufwand, der für jeden Strafzettel betrieben werden müsse, viel zu hoch: „Aber es geht uns ja auch nicht um die Einnahmen, sondern darum, die Verkehrssicherheit in der Stadt zu erhöhen.“
VON CLAUDIA BECHTHOLD

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