Umgebaute Hohebergstraße

Nur noch Tempo 30 erlaubt

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Auf der Südseite der Hohebergstraße gibt es jetzt Kurzzeit-Parkplätze für Eltern, die ihre Kinder in die Otto-Hahn-Schule bringen möchten, und einen Schutzstreifen für Radler.

Heusenstamm – Der letzte Schliff wird in diesen Tagen gegeben. Dann ist der Umbau der Hohebergstraße zwischen Philipp-Reis-Straße und An der Düne fertig – wenn auch nicht in der ursprünglich gewollten Form. Von Claudia Bechthold

Aus Kostengründen hatte der Magistrat auf den eigentlich vorgesehenen Kreisel an der Einmündung zur Straße An der Düne verzichtet. Ein zweiter, ebenfalls gewünschter Kreisel in Höhe der Philipp-Reis-Straße war schon vorher auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden.

Dennoch gibt es für alle Verkehrsteilnehmer einige Änderungen auf diesem Abschnitt der Hohebergstraße. So gibt es nun in beide Richtungen einen Schutzstreifen (nur einer ist bislang markiert) für Fahrradfahrer, der allerdings einen Teil der Fahrbahn für Autos einnimmt. „Das war wegen der Breite der Fahrbahn nicht anders machbar“, erläutert Erster Stadtrat Uwe Michael Hajdu auf Anfrage. Deshalb sei es ja ein sogenannter Schutzstreifen: „Wenn ein Auto wegen der Enge nicht überholen kann, muss dessen Fahrer eben hinter dem Radler bleiben“, sagt Hajdu.

Aus diesem Grund, aber auch wegen zwei gewollter Engstellen und der Sicherheit überhaupt, hat die Stadt „im Einvernehmen mit der Polizei“ die zulässige Geschwindigkeit auf diesem Teilstück auf 30 Stundenkilometer begrenzt. Vor einer Einrichtung wie der Otto-Hahn-Schule sei Tempo 30 rechtlich kein Problem, versichert der Stadtrat. Und die Hohebergstraße werde von vielen Kindern als Schulweg genutzt. Aber eben auch der Radweg und die Enge der Fahrbahn rechtfertigten diese Beschränkung aus Sicherheitsgründen.

In diesem Zusammenhang plant die städtische Straßenverkehrsbehörde eine weitere Änderung, die vom kommenden Montag, 21. Januar, an gelten wird. Für die Wernher-von-Braun-Straße, vor nicht allzu langer Zeit überhaupt erst zur Einbahnstraße erklärt, soll nun die Fahrtrichtung geändert werden. Konnten Autofahrer bislang nur noch aus der Hohebergstraße einbiegen, geht dies von nächster Woche an nur noch von der Otto-Hahn-Straße aus. Damit könne der Bring- und Abholverkehr der Schulkinder überwiegend auf der Hohebergstraße abgewickelt werden, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Wer dennoch in die Wernher-von-Braun-Straße einfahre, könne sein Kind damit am rechten Fahrbahnrand, also auf der Schulseite, ein- und aussteigen lassen. Dazu kommen die Eltern, die ihren Nachwuchs ins ebenfalls dort liegende Kinderhaus Murmel bringen.

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An der südlichen Seite der Hohebergstraße sind zudem 13 Auto-Parkplätze entstanden, von denen neun als Kurzzeitplätze ausgewiesen werden. Gedacht sind diese Parkbuchten vor allem für den Bring- und Abholverkehr der Schulkindeltern. Von Montag bis Freitag darf dort künftig von 7.30 bis 14 Uhr nur 30 Minuten geparkt werden.

Am liebsten wäre es Uwe Michael Hajdu, wenn alle Kinder zu Fuß in die Schule gehen. Aber wenn Eltern ihren Nachwuchs partout zum Unterricht fahren müssten, dann sollen sie künftig jene Parkplätze an der Hohebergstraße dazu nutzen.

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