Bauliche Verzögerungen

Hort startet etwas später

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Heusenstamm  - Die neue Einrichtung im ehemaligen Fernmeldezeugamt  wird nicht bis zum neuen Schuljahr fertig - „bauliche Verzögerungen“. Ab Ende September soll sie die lange Warteliste auf einen Betreuungsplatz aber verkürzen.

Für eine Eröffnung  zum Start des neuen Schuljahrs in gut einer Woche wird es nicht reichen. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute ist, dass die baulichen Verzögerungen bei der Fertigstellung des neuen Kinderhorts im ehemaligen Fernmeldezeugamt an der Philipp-Reis-Straße die Zeitplanung nicht komplett über den Haufen werfen. Drei Wochen plusminus Verschiebung - das ist die aktuelle Schätzung. Die Betreuung  kann also voraussichtlich Ende September beginnen. Schulkinderbetreuung in einem durchaus auch heute noch modernen und charakteristischen Bürokomplex, das hat in Heusenstamm schon Ästheten gegen Pragmatiker aufgebracht. An den Vorteilen des Standorts indes können Diskussionen nichts ändern: Die Räume sind nur wenige Gehminuten von der Otto-Hahn-Grundschule entfernt. Und Platzangebot und Infrastruktur passen. Nach umfangreichen Umbauarbeiten bietet der Hort Raum für die Betreuung von 50 Schulkindern. Es wird verschiedene Funktionsräume, einen Essensraum sowie Eltern-, Personal- und Leitungszimmer geben. Die Betreuungszeiten sind variabel buchbar - wahlweise 13.30, 15 und 17 Uhr.

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Wartelist bald Vergangenheit

Kinderspiel statt Büro-Mief

Das neue Betreuerteam mit der Leiterin Eva Morais, ihrem Stellvertreter Thorsten Mantey und den Mitarbeitern Sophia Bernt, Kirstin Mönch und Daniel Siepe steht bereits parat. Alle verfügen neben einer langjährigen Berufserfahrung auch über eine Erzieherausbildung oder einen sozialpädagogischen Diplom-Abschluss. Die Mannschaft erarbeitet gerade das pädagogische Konzept. Für Fragen steht sie per E-Mail unter eva.morais@heusenstamm.de zur Verfügung. Heusenstamm hat eine Aufholjagd in Sachen Kinderbetreuung hingelegt und sieht sich mittlerweile auf einer Spitzenposition im Vergleich mit anderen Städten im Kreis. Die aktuelle Situation in den Kindereinrichtungen der Stadt, aber auch in denen der freien und kirchlichen Träger, sei zunächst einmal gut, heißt es dazu aus dem Rathaus. Aber der Bedarf steige natürlich weiter. Unverändert lang sei die Warteliste für Betreuungsplätze für Schulkinder.

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Vor allem für den Schulbezirk Otto-Hahn-Schule. Rund 40 Kinder waren hier Ende vergangenen Jahres auf der Warteliste. Insgesamt werden in den drei Schulkind-Einrichtungen in Heusenstamm im aktuellen Schuljahr 286 Kinder betreut. Ein Platz für ein Schulkind kostet die Stadt 420 Euro pro Kind und Monat. Der Anteil, den die Eltern an den tatsächlichen Kosten bezahlen müssen, liegt bei 35 Prozent. Die dringend nötigen zusätzlichen Betreuungsplätze sollen mit der Fertigstellung der Räume in der Philipp-Reis-Straße geschaffen werden. Die Prüfung der Erweiterungsmöglichkeiten von Schulkind-Betreuungsplätzen sei aber dennoch nicht abgeschlossen. 

(mcr)

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