Erlöse aus Kirchenlauf werden geteilt

Hospizarbeit ist Bereicherung

Drei Schecks hatten die Vertreter der drei katholischen, der evangelischen sowie der Freien evangelischen Gemeinden im Kirchenlauf-Team diesmal aus dem Erlös zu verteilen. - Foto: Bechthold
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Drei Schecks hatten die Vertreter der drei katholischen, der evangelischen sowie der Freien evangelischen Gemeinden im Kirchenlauf-Team diesmal aus dem Erlös zu verteilen.

Heusenstamm - Es war der 14. Kirchenlauf, der Ende Mai von St. Cäcilia aus durch Heusenstamm und Rembrücken führte. Insgesamt 2100 Euro wurden diesmal für gute Zwecke erzielt. Das Geld wurde jetzt verteilt. Von Claudia Bechthold 

Den Erlös aus Startgeldern, Spenden und dem Verkauf von Essen und Getränken stiften die Organisatoren des Kirchenlaufs aus den fünf beteiligten Gemeinden in jedem Jahr meist für mehrere gute Zwecke. Diesmal erhalten die evangelische Kita „Jona“ und die Freie Evangelische Gemeinde je 400 Euro. Mit 1300 Euro geht der größte Anteil aber an den Hospizdienst des Malteser Hilfsdienstes (MHD) mit Sitz in Obertshausen.
„Wir werden von den Bürgern meist erst wahrgenommen, wenn sie selbst betroffen sind“, sagt Alexander Rudolf vom Hospiz- und Palliativberatungsdienst der Malteser. Dabei sei der Hospizdienst schon seit Jahren auch in Heusenstamm aktiv. Daher freue man sich sehr über diese Spende.

Um die Arbeit der ehrenamtlichen Hospizhelfer mehr in den Fokus zu rücken, sollen von Sonntag, 8. Oktober, bis zum Mittwoch, 22. November, Hospiztage diesmal in Heusenstamm und Obertshausen stattfinden. „Diese Arbeit bereichert mein Leben“, versichert Mechthild Schreiner, eine der Kirchenlauf-Organisatorinnen und selbst seit acht Jahren Hospizhelferin. Ihre eigene Hilflosigkeit nach dem Tod ihres Bruders, habe in ihr das Gefühl geweckt, etwas tun zu müssen. In der Zeitung hat sie dann von einer Info-Veranstaltung der Malteser gelesen und diese besucht. Danach hat sie sich zur Helferin ausbilden lassen.

„Ohne eine Ausbildung kann man diese Aufgabe nicht bewältigen“, ist Mechthild Schreiner überzeugt. Denn dabei lerne man, sich abzugrenzen und wie man Erlebtes besser verarbeitet. Das sei ganz wichtig, denn natürlich sei diese ehrenamtliche Tätigkeit auch anstrengend und belastend. Aber es tut eben auch gut, anderen Menschen in einer traurigen Situation helfen zu können: „Vor allem ist es immer wieder schön, wie viel Vertrauen die Menschen mir als völlig fremder Person entgegen bringen.“ Dabei führt die Hospizhelferin nicht nur Gespräche mit Sterbenden, sondern auch mit deren Angehörigen.

Wie werde ich ...? Notfallsanitäter

Nach zwölf Jahren verabschiedete Ralf Schönmann zudem Burkhard Helm von der Freien evangelischen Gemeinde am Weiskircher Weg aus dem Organisationsteam. Dieser habe sich sehr aktiv an den Arbeiten beteiligt, hob Schönmann hervor. Er erinnerte daran, dass es etwa eineinhalb Jahre gedauert habe, bis die FeG im Jahr 2007 erstmals in die Route für die Kirchenläufer aufgenommen werden konnte. Mehr als 300 Menschen jeden Alters nehmen inzwischen jedes Jahr an diesem Lauf teil. Der Termin für den 15. Lauf am 2. Juni 2018 sei bereits beantragt, verriet Ralf Schönmann noch.

Mehr über den MHD- Hospizdienst erfährt man unter malteser-offenbach.de.

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