Rembrückerin appelliert: Hinterlassenschaften von Hunden entsorgen

Mit Schuhen im Hundedreck

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Zum Beweis hat Maria Pracht einige der Hundehaufen auf dem Bürgersteig in Rembrücken fotografiert. 

Heusenstamm - Immer wieder sorgen die Hinterlassenschaften von Hunden für Ärger. Diesmal klagt Maria Pracht aus Rembrücken über die Rücksichtslosigkeit anderer Hundebesitzer.

Maria Pracht will ihre Äußerungen als Appell verstanden wissen. Sie ist selbst Besitzerin eines Hundes, Dobermann Kasimir begleitet sie gern. Und umgekehrt natürlich, denn das Tier muss ja auch mal raus. Aber nun sei sie es leid, schreibt sie, beim letzten Gassigang eines Tages in der Dunkelheit andauernd in Hundedreck zu treten. Das gehe nun schon seit vor Weihnachten so, schildert sie ihren Unmut. Vor allem rund um die Straßen Am Hirschgraben, Im Rehwinkel und Waldstraße finde ein „Wettscheißen der Hunde“ statt. Schuld daran seien deren Halter, die zu bequem sind, diese meist großen Haufen, mit einer der vielen angebotenen Tüten zu beseitigen. Maria Pracht appelliert an diese Hundehalter: „Beseitigt doch bitte diese ekelerregenden Hinterlassenschaften eurer Tiere.“ Denn dies erzeuge vor allem bei jenen Menschen Aggression und grenzenlose Wut, die keine großen Hundefreunde seien. Die Folge könnten dann irgendwann wieder Giftköder auf Feldern oder ähnliches sein. Der Vierbeiner könne nichts dazu, aber sein gedankenloser Hundehalter.

Tütenspender gebe es auch in Rembrücken ausreichend, bestätigt Karl-Heinz Kühnle, Leiter des Ordnungsamtes. Dennoch gebe es immer wieder Hundebesitzer, die sich nicht an ihre Pflicht halten, den Dreck ihrer Vierbeiner zu entsorgen. Für ihn sei das schwer nachvollziehbar, zumal die Entsorgung mit den vielen Stationen so leicht gemacht werde. Auch jene Spezialisten, die die Tüten mit dem Hundedreck nicht in Abfallbehälter entsorgen, sondern fremden Menschen in die Vorgärten werfen, könne er nicht verstehen. Immerhin sei die Situation etwas besser geworden. So habe die Stadt Heusenstamm inzwischen ja auch festgelegt, dass Hundebesitzern, die ohne Entsorgungstüte angetroffen werden, ein Verwarnungsgeld auferlegt werden darf.

Außerdem hatte die Stadt im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Hundeverein Bell Amis eine große Aktion gestartet. Mit Plakaten und Handzetteln wurden die Hundebesitzer auf die Pflicht aufmerksam gemacht, den Hundedreck zu entsorgen. „Gerade rund um den Bahnhofsplatz war uns das wichtig, weil dort im Sommer viele Kinder spielen“, erläutert Kühnle. Außerdem haben die Mitglieder der Bell Amis bei Spaziergängen jene Zeitgenossen angesprochen, die die Hinterlassenschaften liegen lassen wollten. Das sei meist ruhig und ohne aggressive Gegenreaktion abgelaufen – vor allem dann, wenn Ordnungsamtsmitarbeiter dabei waren. Aber Kühnle weiß auf, sind diese wieder weg, bleibt alles beim Alten.

Leserbilder zum Welthundetag 2015 (Teil eins)

clb

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