145 Kandidaten wollen ins Schloss

In Heusenstamm sind sieben Listen zur Kommunalwahl zugelassen

Im Schönbornschen Schloss ist auch die Heusenstammer Stadtverordnetenversammlung beheimatet. Zur Kommunalwahl am 14. März bewerben sich 145 Kandidaten um einen der 37 Sitze im Parlament.
+
Im Schönbornschen Schloss ist auch die Heusenstammer Stadtverordnetenversammlung beheimatet. Zur Kommunalwahl am 14. März bewerben sich 145 Kandidaten um einen der 37 Sitze im Parlament.

Sieben Listen haben Parteien und eine Wählervereinigung zur Kommunalwahl am 14. März eingereicht. Damit bewerben sich insgesamt 145 Frauen und Männer um die 37 Sitze im Heusenstammer Stadtparlament, das seinen Sitz im Schönbornschen Schloss hat. Am Freitagabend hat der Wahlausschuss der Kommune alle Listen einstimmig zur Wahl zugelassen.

Heusenstamm - Festgelegt wurde damit auch die Reihenfolge, in der die einzelnen Listen auf dem Wahlzettel erscheinen werden. „Das richtet sich nach den Ergebnissen der Landtagswahl im Oktober 2018“, erläuterte Wahlleiter Erster Stadtrat Uwe Michael Hajdu während der öffentlichen Sitzung im Saal für Vereine.

Demnach haben die Bürgerinnen und Bürger der Schlossstadt am 14. März die Wahl zwischen CDU auf Platz eins mit 37 Kandidaten, Bündnis 90/Die Grünen mit 21 Kandidaten auf Platz zwei, der SPD mit 30 Kandidaten auf Platz drei, der AfD mit zwölf Kandidaten auf Platz vier, der FDP mit 17 Kandidaten auf Platz fünf, den Freien Wählern Heusenstamm (FHW) mit 13 Kandidaten auf Platz sieben und Volt Deutschland mit 15 Kandidaten auf Platz acht. Platz sechs bleibt frei – der gehört nach den Landtagswahl-Ergebnissen der Partei Die Linke, die in Heusenstamm nicht antritt.

Überraschend für manche Beobachter hat mit Volt Deutschland eine neue Partei eine Liste für das Heusenstammer Kommunalparlament aufgestellt. Volt wurde 2017 offiziell von jungen Leuten als paneuropäische Partei gegründet und errang bei der Europawahl 2019 einen Sitz im Europaparlament. „Volt will sowohl auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene Politik machen“, heißt es auf der Internetseite.

In Heusenstamm steht der 20 Jahre alte Marc Waese auf Platz eins der Liste. Ihm folgt die 18 Jahre alte Maurizia Cirigliano, die derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr leistet. Platz drei hat der 21 Jahre alte Can Payasli inne, der auch Vorsitzender des Kreisverbands Offenbach ist. Auf Platz vier und fünf stehen Laura Cirigliano und Maximilian Arndt, die beide 22 Jahre alt sind.

Can Payasli studiert Jura und Japanologie mit dem Schwerpunkt japanisches Recht. Politik werde derzeit vor allem „von der Generation unserer Eltern und Großeltern“ gemacht, sagt er auf Anfrage. Das habe schon gute Gründe, weil Erfahrung in der Politik wichtig sei, aber es sei eben alles auch sehr konservativ – vor allem in der Klimapolitik. Es sei skandalös, was zum Thema Klima gemacht werde. Und es bringe nicht viel, wenn man nicht selbst etwas unternehme. Da habe er Volt für sich entdeckt, vor allem wegen des europäischen Aspekts: „Ich habe Europa nie mit Grenzen erlebt, eine andere Währung als den Euro kenne ich nicht.“ Er hoffe, als junge Partei auch andere junge Menschen bewegen zu können, sich aktiv an Politik zu beteiligen.

Für die Wahl des Ausländerbeirats kandidiert die Internationale Ausländervereinigung als einzige Liste. (Von Claudia Bechthold)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare