Inklusion als Gemeinde leben

Kooperationsvertrag der evangelischen Kirche in Heusenstamm mit der Schule am Goldberg

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags und offizielle Übergabe der Laptops (von links): Pfarrer Sven Sabary, Lehrerin Katharina Nüdling und Goldberg-Schulleiterin Manuela Klein.
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Unterzeichnung des Kooperationsvertrags und offizielle Übergabe der Laptops (von links): Pfarrer Sven Sabary, Lehrerin Katharina Nüdling und Goldberg-Schulleiterin Manuela Klein.

Schulen während der Corona-Zeiten zu unterstützen, das hatte der Vorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Heusenstamm schon während des Lockdowns in der ersten Jahreshälfte beschlossen. Daraus soll sich nun viel mehr entwickeln.

Heusenstamm – Im Mai bereits hatte der Kirchenvorstand den Heusenstammer Schulen Hilfen angeboten, damit Kinder auch von zu Hause lernen können. Vor allem ging es dabei um die technische Ausstattung, die nicht in allen Familien vorhanden ist. „Wir wollten den Schulen den Kauf von Geräten wie Tablets oder Laptops ermöglichen, die diese dann an Kinder ausleihen können“, erläutert Pfarrer Sven Sabary. Eine erste Spende in Höhe von 1000 Euro ging an die Adalbert-Stifter-Schule (wir berichteten).

Nun konnte Sabary den gleichen Betrag – offiziell- an die Leiterin der Schule am Goldberg, Manuela Klein, übergeben. Das Geld freilich wurde längst überwiesen, die Schule hat damit zwei Laptops erworben. Den Kauf habe man den Schulen überlassen, weil „wir gelernt haben, dass die Geräte zur pädagogischen Arbeit passen müssen“, ergänzt Sabary.

Allerdings hat sich aus diesem Kontakt nun eine engere Zusammenarbeit zwischen der Schule mit den Förderschwerpunkten geistige sowie körperliche und motorische Entwicklung und der Evangelischen Kirchengemeinde ergeben. Nicht ganz unbeteiligt daran ist Katharina Nüdling, die als Lehrerin an der Goldberg-Schule arbeitet und Mitglied des Kirchenvorstands ist. Gemeinsam unterschrieben die neuen Partner nun einen Kooperationsvertrag, um sich künftig noch mehr gegenseitig zu unterstützen.

Partner sind großes Anliegen der Schule

Ganz neu ist der nun engere Kontakt der beiden Institutionen nicht. Schon in der Vergangenheit hat die Schule die Gemeinde etwa bei der Vorbereitung zur Versendung des Gemeindebriefs unterstützt. Doch das soll nun sehr viel intensiver werden. Es gehe dabei zum Beispiel um Veranstaltungen oder um die Nutzung von Räumen“, erläutert Pfarrer Sabary. Vor allem aber wolle man als Gemeinde Inklusion leben. „Es ist unserer Schule ein großes Anliegen, solche Partner zu finden“, betont Manuela Klein. Und dabei gehe es nicht nur um Praktikums-Plätze für Goldberg-Schüler, um den Lebensbezug zu unterstützen.

Denkbar seien auch gemeinsame Beratungs- und Informationsveranstaltungen, meint Sabary. „Wir wollen einfach gegenseitig unsere Ressourcen nutzen“, fügt Manuela Klein hinzu. Auch die Schulsozialarbeit zum Beispiel habe immer wieder Anfragen zu Inhalten, die über den schulischen Alltag hinaus gehen. Und selbstverständlich könnten auch Konfirmanden, die während ihrer Vorbereitungszeit mindestens zwei Praktika absolvieren, in die Arbeit der Schule hineinschnuppern. „Wir verstehen uns als Ausbildungsschule“, betont Leiterin Klein. (Claudia Bechthold)

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