Karneval Klub Disharmonie diskutiert über Zukunft und bestätigt Vorsitzenden

Ist die Fastnacht noch zeitgemäß?

Der neue Vorstand des Karneval Klubs Disharmonie (von links): Alexandra Kilian, Martin Zengerle, Roland Zengerle (stellvertretender Vorsitzender), Matthias Kilian (Vorsitzender), Nicole Scheck, Stefanie Acri und Marco Acri.
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Der neue Vorstand des Karneval Klubs Disharmonie (von links): Alexandra Kilian, Martin Zengerle, Roland Zengerle (stellvertretender Vorsitzender), Matthias Kilian (Vorsitzender), Nicole Scheck, Stefanie Acri und Marco Acri.

Der kürzeste Jahresbericht der Vereinsgeschichte – weil Corona die Aktivitäten begrenzt hat –, ein fastnachtliches Jubiläum und die Zukunft des Vereins standen auf der Tagesordnung des Karneval Klubs Disharmonie (KKD). Im Garten der TSV-Halle an der Jahnstraße hatten sich die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung zusammen gefunden. Unter anderem bestätigten sie Matthias Kilian als Vorsitzenden.

Heusenstamm – Wie soll es weitergehen mit dem KKD? Wie sieht die Zukunft des 1989 gegründeten Vereins aus? Diese und weitere Fragen stellt der Vorstand seinen Mitgliedern. An drei Tischen konnten die Anwesenden an diesem Abend über drei Themen jeweils eine Viertelstunde lang diskutieren und Vorschläge dazu machen. Nach jenen 15 Minuten mussten die Teilnehmer den Tisch wechseln, sodass am Ende jeder an jedem Tisch war.

Zukunft des Vereins, Zukunft der Fastnacht und eine neue Theatergruppe lauteten die drei Themen, um die es ging. Bei der Theatergruppe, für die der frühere KKD-Vorsitzende Thomas Hartmann verantwortlich zeichnet, gehe es darum, eine neue, feste Gruppe zu etablieren, an der jeder nach seinen Talenten teilnehmen kann, auch ohne auf der Bühne zu stehen. Es soll verschiedene Teams geben, die zum Beispiel für Bühnenbild, Maske oder Kostüme zuständig sind. Und an der Vorbereitung eines Theaterstücks sollen sich alle beteiligen können, geschrieben wird es erst, wenn es genügend Ideen gibt.

Vorstand will Zukunft des Vereins nicht allein entscheiden

„Uns ist es wichtig, möglichst alle Mitglieder in die Planung der Vereinszukunft einzubeziehen“, betont Matthias Kilian. Wohin sich der KKD entwickeln soll, will der Vorstand nicht allein entscheiden. So müsse man zum Beispiel die Frage stellen, ob die Fastnacht mit zwei Sitzungen im Saal, dem Rathaussturm und dem Umzug überhaupt noch zeitgemäß sei: „Vielleicht gibt es dazu ja ganz andere Gedanken.“ Die Vorschläge der Mitglieder wurden auf kleinen Karten notiert und eingesammelt: „Die werden wir uns in der kommenden Woche ansehen und darüber diskutieren“, kündigt der Vorsitzende an.

Zuvor hatten die Anwesenden den Vorstand neu gewählt. Heike Wildhirt, bislang Kassiererin, stand nicht erneut zur Verfügung. Gewählt wurden, neben dem Vorsitzenden Matthias Kilian, Roland Zengerle als stellvertretender Vorsitzender, Stefanie Acri als Kassiererin, Alexandra Kilian als Schriftführerin, Nicole Scheck als Pressewartin sowie Marco Acri und Martin Zengerle als Beisitzer.

Disharmonie feiert im nächsten Jahr Jubiläum

2022 wird die Disharmonie 33 Jahre alt. Das soll gefeiert werden, betonte Sitzungspräsident Dieter Heberer. Und da man sich dabei möglichst vielseitig präsentieren wolle, sollen die Sitzungen im Jubiläumsjahr auf vier Stunden begrenzt werden. Diskutieren wolle man daher zum Beispiel, die Zugaben als größte „Zeitfallen“ im nächsten Jahr wegfallen zu lassen.

Erfreut konnte Matthias Kilian zudem mitteilen, dass der neue Eigentümer des Campus an der verlängerten Jahnstraße dem KKD zunächst bis März nächsten Jahres zwei Räume zur Verfügung stellt, die von den einzelnen Gruppen des Vereins zum Proben genutzt werden können. Es sei das erste Mal, dass der KKD über „eigene Räume“ verfügen könne, sagte er. Dazu gelte es nun, einen Zeitplan zu erstellen, damit diese Räume optimal genutzt werden können. „Und wir müssen überlegen, auf welche Weise wir die Miete dafür künftig finanzieren können.“ (Von Claudia Bechthold)

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