Prüfungen für Jugendfeuerwehren

Team-Leistung ist entscheidend

Einen Löschangriff nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift 3 mussten auch Mitglieder der Jugendfeuerwehr Mühlheim absolvieren.
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Einen Löschangriff nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift 3 mussten auch Mitglieder der Jugendfeuerwehr Mühlheim absolvieren.

Heusenstamm - Ihre so genannte Leistungsspange haben am Wochenende jeweils neun Jugendfeuerwehrleute aus fünf Gemeinden mit Erfolg abgelegt. Von Claudia Bechthold

Veranstaltet von der Kreisjugendfeuerwehr mussten die 14- bis 17-Jährigen auf dem Sportgelände Martinsee nach Vorschrift löschen, schnell Schläuche auswerfen, Staffel laufen und Kugelstoßen innerhalb einer festgelegten Zeit sowie Wissensfragen beantworten. Sie kommen aus Zellhausen, Mühlheim, Egelsbach, Urberach sowie Heusenstamm und Rembrücken. Und sie haben alle bestanden. 45 Leistungsspangen durften Kreisjugendfeuerwehrwart Oliver Meyer gemeinsam mit Kreisbrandinspektor Ralf Ackermann und anderen Persönlichkeiten in Martinsee überreichen. Dem vorausgegangen waren fünf „Prüfungen“, bei denen es in erster Linie um Team-Leistung ging.

„Das macht ja auch Feuerwehr aus“, sagt Heusenstamms stellvertretender Stadtbrandinspektor Harald Manger, „dass verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Qualifikationen und Leistungsvermögen gemeinsam ein Ziel erreichen“. Und so sei auch die Leistungsspange zu verstehen. Nicht die Einzelleistung zähle, sondern die des Teams. Etwa beim Staffellauf, wenn alle gemeinsam 1500 Meter in höchstens 4:10 Minuten laufen sollen. „Die Teams teilen sich die Strecken selbst ein“, erläutert die Heusenstammerin Katrin Rebell, im Ausschuss der Kreisjugendfeuerwehr für Wettbewerbe zuständig. „Wer gut läuft, nimmt eine längere Strecke, wer nicht so gut durchhält eine kürzere.“ Am Ende zähle nur, ob die Gesamtstrecke innerhalb der vorgegebenen Zeit bewältigt wurde.

Und auch die Wissenfragen haben nicht nur mit der Feuerwehr zu tun. Politische Bildung spielt dabei auch eine Rolle. Fragen nach den Verfahren zur Gesetzgebung oder wer den Bundeskanzler wählt werden ebenso gestellt wie Fragen etwa zur Feuerwehr-Ausrüstung. Den Jugendlichen macht es sichtlich Spaß. Mit Elan und sichtbarem Ehrgeiz sind sie dabei. Das spürt man auch am Ende, als die Spangen dann endlich vergeben werden. Keine Gruppe ist durchgefallen, alle haben alle Ziele erreicht. Der Jubel ist nicht zu überhören.

Jugendfeuerwehren üben mit Erfolg

Jugendfeuerwehren üben mit Erfolg

Dies gilt auch, als ein weiteres Ergebnis verkündet wird. Denn um den jungen Feuerwehrleuten, die nicht an den Prüfungen teilnehmen, die Zeit zu verkürzen, lobt die Kreisjugendfeuerwehr zum zweiten Mal einen Cup aus, bei dem Spiele mit Feuerwehrgeräten um die Wette gespielt werden. Schlauchkegeln auf Plastikflaschen zum Beispiel. Oder Wasserfußball, bei dem der Ball von einem Wasserstrahl gelenkt wird. Sieger wurde das Team aus Rodgau-Süd, gefolgt von Mainflingen und einem geteilten dritten Platz für Zellhausen und Heusenstamm. Die Bewirtung in Martinsee hatten die Feuerwehren der Stadt Heusenstamm organisiert.

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