Farbe ins Leben bringen

Jugendliche in Heusenstamm gestalten Tuch gegen Rassismus

Schlauchtücher gegen Rassismus verschicken die Juz-Mitarbeiter Ralli und Alex.
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Schlauchtücher gegen Rassismus verschicken die Juz-Mitarbeiter Ralli und Alex.

Heusenstamm – „Wir bringen Farbe ins Leben“ steht auf Schildern, die drei Kinder unterschiedlicher Herkunft hochhalten. Das ist eines von drei Motiven, die nun auf sogenannten Schlauchtüchern zu sehen sind, die im Jugendzentrum der Stadt bestellt werden können. Der Aufdruck ist das Ergebnis eines Wettbewerbs.

Im Sommer hatte „Miteinander solidarisch – die Partnerschaft für Demokratie in Heusenstamm“ gemeinsam mit dem Jugendzentrum (Juz) Kinder und Jugendliche dazu aufgerufen, Motive zu den Themen „Antirassismus“ und „Demokratie“ zu gestalten. Inzwischen stehen die Gewinnerinnen fest. Die Schlauchtücher sind gedruckt und können von Montag, 16. November, an im Juz bestellt werden. Derzeit allerdings nur per Mail an jugend@heusenstamm.de, da auch diese Einrichtung vom aktuellen Lockdown betroffen ist.

Man habe sehr viele kreative und einzigartige Motive erhalten, berichtet Juz-Leiter Jahn Scheel und dankt allen Teilnehmern. Aus den eingesendeten Bildern habe man dann über die Internetplattform Instagram drei ausgewählt, aus denen eine Grafikagentur dann ein Schlauchtuch gestaltet habe.

Die Gewinnerinnen sind danach die zwölf Jahre alte Judith H. aus Heusenstamm, Aisha T. und eine bislang unbekannte Künstlerin. Sie sollen das Tuch per Post erhalten.

Leider haben nicht alle Teilnehmer ihre Kontaktdaten auf ihren Kunstwerken hinterlassen, berichtet Scheel. Daher richtet er die große Bitte an Aisha T. und den Künstler des „STOP-Rassismus-Bildes“, eine Mail mit ihren Kontaktdaten an jugend@heusenstamm.de zu schicken.

Da wegen der Kontaktbeschränkungen eine persönliche Übergabe und ein Foto den Siegern nicht möglich ist, rufen die „Partnerschaft für Demokratie“ und das Juz dazu auf, dass alle antirassistischen Schlauchtuchträger ein Foto an jugend@heusenstamm.de oder sarah.fey@awo-of-land.de schicken, um ihr Statement für Demokratie und Vielfalt nach außen zu tragen.

„Für Jugendliche ist diese Zeit besonders schwierig, da sowohl Orte als auch Räume zur Auseinandersetzung mit politischen Themen und generellem Austausch wegfallen“, betont Sarah Fey von der Partnerschaft für Demokratie.  clb

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