Bauhof-Mitarbeiter sehen Minusgrade eher gelassen

Kälte stört nicht weiter

Schlaglöcher ausbessern: Herbert Jäger und Markus Wernicke sind in diesen Tagen auf Heusenstamms Straßen unterwegs, um aufgerissenen Asphalt aufzufüllen. Foto: BECHTHOLD
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Schlaglöcher ausbessern: Herbert Jäger und Markus Wernicke sind in diesen Tagen auf Heusenstamms Straßen unterwegs, um aufgerissenen Asphalt aufzufüllen.

Heusenstamm – Flüssig kann man die zähe schwarze Masse nicht mehr nennen, die Markus Wernicke gerade von einer Schaufel auf eine der Fahrbahnen auf dem Friedhofsparkplatz schiebt. Von Claudia Bechthold

Es ist sogenannter Kaltasphalt, mit dem der Bauhof-Mitarbeiter ein Schlagloch verschließen will, bevor es von der Kälte weiter vergrößert wird. Gemeinsam mit Herbert Jäger ist er an diesen kalten Tagen im Stadtgebiet unterwegs, um ähnliche Arbeiten zu erledigen.

Die Minus-Grade, die dabei herrschen, scheinen den beiden Männern nicht viel auszumachen. Sie sind es gewöhnt, vor allem im Freien zu arbeiten – bei jedem Wetter. Und so sind sie gut drauf, während Herbert Jäger die schwarze Masse in dem Schlagloch feststampft. Zu kalt? „Da bewegen wir uns halt ein bisschen mehr und dann passt das schon“, sagt er lachend.

In den vergangenen Tagen haben sie im ganzen Stadtgebiet immer wieder neue Schlaglöcher aufgefüllt. „Das ist provisorisch, um ein weiteres Ausdehnen des Schadens zu verhindern“, erläutert Bauhof-Chef Michael Brand. Denn wenn in den bereits aufgerissenen Asphalt Wasser eindringe, gefriere dieses und sprenge durch die Ausdehnung weitere Löcher in die Fahrbahn.

Wo es auf Heusenstamms Straßen solche Schlaglöcher gibt, meldet das städtische Bauamt der Bauhof-Crew. Oder Bürger rufen an und melden Schäden. Oder die eigenen Leute entdecken etwas und geben es weiter.

Doch das sind nicht die einzigen Aufgaben, die der Bauhof neben den üblichen jetzt im Winter wahrnimmt. Baumpflege und Gehölzschnitt sind weitere Themen, mit denen sich die Mitarbeiter derzeit befassen. „Die Robinien an der Ringstraße und Friedrich-Baur-Straße haben wir gerade beschnitten“, sagt Michael Brand. Allerdings mussten sie den Hubsteiger dann an die Abteilung Straßenbeleuchtung abgeben. Deshalb haben sich die Mitarbeiter jetzt auf die Gehölze auf dem Friedhofsgelände konzentriert, die auch ohne den Hubsteiger bearbeitet werden können.

Als „extrem“ würde Michael Brand die Minusgrade derzeit nicht bezeichnen. „Unsere Mitarbeiter bekommen natürlich alles an Ausrüstung, was sie brauchen“, versichert er. Und wenn einer um einen zweiten Pullover bitte, dann sei das auch kein Problem. So verfolge man zum Beispiel auch genau, was in Sachen Handschuhen auf dem Markt zu erhalten ist. Denn warme Hände sind natürlich besonders wichtig. „Aber nicht alles kann man mit Handschuhen an den Fingern erledigen, manchmal müssen die auch ausgezogen werden“, räumt der Leiter des 28-Leute-Teams ein.

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Wenn es so kalt ist, dass das eine oder andere Team mal zwischendurch zum Bauhof im Zwerggewann kommt, um eine Tasse heißen Tee zu trinken, „dann sagt auch niemand etwas“. „Und, ganz ehrlich, bei zwei oder drei Grad Celsius über Null und Nieselregen ist es manchmal unangenehmer als bei Kälte“, fügt Brand noch hinzu.

Die andere Seite des Wetters freilich ist der Winterdienst, für den an jedem Morgen um drei Uhr ein Mitarbeiter des Bauhofs aufsteht. Er prüft dann, ob gestreut werden muss und alarmiert gegebenenfalls die Kollegen.

Ruhig ist es übrigens noch bei der Wasserversorgung: „Wir hatten bisher noch keinen Wasserrohrbruch“, meldet Leiter Werner Gäßler auf Anfrage.

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