Heusenstammer stellen dem Publikum ihre Erstlingswerke vor

Kampf gegen Kriminelle

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Die vier jungen Autoren Christian Nell, Nicolas Weber, Michael Schaper und Felix Kapraun (von links) lesen vor heimischem Publikum im Haus der Stadtgeschichte aus ihren Erstlingswerken.

Heusenstamm - Vier junge Männer aus Heusenstamm haben – unabhängig voneinander – ein Buch geschrieben. Zwei Krimis, einen Thriller und einen Mittelalter-Roman haben sie jetzt mit einer Lesung vorgestellt. Von Claudia Bechthold 

Die Routine fehlt ihnen noch, den vier jungen Männern, die aus ihren Büchern vorlesen. Schon bei der Angabe der Uhrzeit für den Start der Lesung im Haus der Stadtgeschichte gibt es ein wenig Irritation. Aber es lässt sich heilen. So sitzen schließlich rund 30 Besucher im Saal, um den Zeilen der Jungautoren zu lauschen. Mit der Erweiterung des Vereinszweckes und der Verschmelzung mit dem Verein Literatur und Kunst am Torbau hatte der Heimat- und Geschichtsverein sein Angebot um kulturelle Veranstaltungen erweitert, erläutert Vorsitzender Dr. Roland Krebs zur Begrüßung. Und übergibt an Brian Mügendt, der zur Einstimmung die Melodie zu „Der Pate“ auf dem Klavier erklingen lässt.

„Nichts ist nur schwarz oder weiß“ heißt der „Krimi-Thriller“ von Felix Kapraun, der die Lesung beginnt. Der 31 Jahre alte Sozialpädagoge hat den Kampf gegen die Verbrecherorganisation Zerours in den Mittelpunkt seines Buchs gestellt. Tom Little heißt sein Protagonist, der als Polizist gegen das Kriminelle kämpft. Und der nach einem Erlebnis als 15-Jähriger schon beschließt, Polizist werden zu wollen.

Christian Nell, mit 23 Jahren der jüngste Autor in der Runde, hat sein Werk „Das Gespenst von Morashain“ genannt. Ob es im Buch und in der fiktiven Vier-Millionen-Einwohner-Stadt Morashain tatsächlich auch um Übersinnliches geht, verrät der Jurastudent allerdings nicht. Die Geschichte beginnt mit einem schwarzen Umschlag für Kommissar Légan und der Ankündigung eines Serienmordes. „Die Ermittler entdecken ein Verbrechen, das mit logischem Denken nicht zu erfassen ist“, sagt der Autor.

Nach einer Pause ist Michael Schaper (29), derzeit nach dem Studium der Geschichte und Germanistik auf dem Weg zum Kunstschmied, an der Reihe. Er hat sich mit „Mira Spiegler, lebenslänglich“ an das Thema Terrorismus gewagt. Kapitel gebe es in seinem Buch nicht, schickt er noch voraus. Dann liest er einzelne Szenen, die Brian Mügendt mit kurzen Stücken am Klavier „trennt“. Es geht um eine Geiselnahme im großen Stil in einem Kino, in dem eine „Armee von Terroristen“ 376 Menschen gefangen hält. Betroffen davon ist auch die Titelfigur.

OP unterwegs auf der Frankfurter Buchmesse 2017

Mit einem schwedischen Volkslied leiten Lara Schumann und Brian Mügendt schließlich über zu Nicolas Weber. Der 24-jährige Student der Geschichte und Archäologie debütiert mit dem mittelalterlichen Roman „Der Schrecken aus dem Norden“. Es geht um Oswein, der im 8. Jahrhundert von seinem Hof weggeschickt wird, weil sein Vater nach schlechten Erträgen die Kinder nicht mehr ernähren kann. Oswein, voller Neugier auf das Leben, erlebt Schreckliches. Die vier Bücher sind in Internet-Verlagen erschienen und zum Teil über den örtlichen oder den Versandbuchhandel erhältlich.

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