"ABBA" im Kampf gegen "Elvis"

Karneval Klub Disharmonie steckt mitten in den Proben für „Abbel“

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Nur kurz unterbrochen hat das Abbel-Ensemble die Proben vor der großen Aufführung des Hartmann-Stücks am 14. September am Bannturm für ein Foto.

Auf den ersten Blick haben Elvis Presley und die Popgruppe ABBA nicht viel miteinander zu tun. Doch da sind die Aktiven des Karneval Klubs Disharmonie (KKD) ganz anderer Meinung. 

Heusenstamm – Denn in ihrem Mundart-Musical „Abbel“ aus der Feder von Thomas Hartmann geht es um genau diese Künstler. „Abbel“ ist also die Symbiose aus ABBA und Elvis.

Zu erleben ist das Stück am Samstag, 14. September, um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) auf der Bühne am Bannturm. Im Vorverkauf gibt es Karten à 14 Euro (Kinder zehn Euro) bei Das Buch, Frankfurter Straße 30.

Manchem KKD-Fan wird das Stück ein wenig bekannt vorkommen. 2005 standen Mitglieder des Vereins schon einmal damit auf den berühmten Brettern. Allerdings in einer etwas anderen Besetzung. „Und Thomas Hartmann hat für die neue Version auch ein bisschen was geändert“, betont KKD-Vorsitzender Matthias Kilian. Vor allem die Texte der Songs wurden – auf Hessisch – umgeschrieben.

Überhaupt dominiert die Musik das Stück. 24 Songs werden gesungen, je zwölf von Elvis und ABBA, damit es gerecht verteilt ist. Und da werden sicher die berühmten Melodien, die man von den beiden kennt, dabei sein.

Im Stück geht es um die Köchin Agnes Bach, gespielt von Martina Hartmann-Abass, und Elfritz (Timo Hartmann), einen Elvis-Imitator, der bei Ikea arbeitet. Agnes Bach ist Angestellte der Kneipe „Die drei Eisheiligen“ in der tiefsten Wetterau. Ihre drei Chefs, die „eisheiligen Wirtschaftsbrüder“ Alfred, Albert und Alfons – dargestellt von Ralf Rebel, Willi Seidewitz und Thomas Hartmann, knechten und veralbern sie den lieben langen Tag. Wenn es ihr zu doll wird, setzt sie Kopfhörer auf und singt –  am liebsten Musik von ABBA. Die dei Herren aber hassen ABBA, für sie zählt nur Elvis, der King.

Im schwedischen Möbelhaus sind Herta, Berta und Gerda (Nicole Grundel, Steffi Acri und Heide Schwab) beschäftigt, wie auch Elfritz, der zwischen den Regalen gern mal einen Song zum Besten gibt. Die Suche nach neuen Wirtshausmöbeln führt die Eisheiligen und Agnes samt Tochter (Rica Hartmann) und Nichte (Luca Hartmann) mit ihnen zusammen. Weitere Mitwirkende sind Matthias Wildhirt, Thomas Bel, der am Klavier begleitet, sowie Beate Langenhagen und Monika Bauer als Sannche und Mariannche.

Seit Mitte April wird bei jeder sich bietenden Gelegenheit geprobt. Vor allem das Singen steht dabei im Mittelpunkt. „Es wird alles live gesungen und musiziert“, betont Matthias Kilian. Dreimal in der Woche mindestens kommt das Ensemble zusammen, um, unter der Regie von Thomas Hartmann, zu üben. Zumal eine Woche nach der Aufführung am Bannturm ein weiterer Auftritt in Bruchköbel geplant ist.

VON CLAUDIA BECHTHOLD

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