Kartoffelfest des TV Rembrücken

„Marabel“ im Mittelpunkt

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Von Pommes frites bis zum Puffer – beim Kartoffelfest des TV Rembrücken gab es nicht nur an der Suppenkanone großen Andrang.

Heusenstamm - Beim Kartoffelfest des TV Rembrücken dreht sich alles um die braune Knolle. Auch in diesem Jahr lockte sie wieder hunderte Besucher aus Heusenstamm und der Umgebung an. Von Yagmur Tipi 

„Erdbirne“, „Tüffel“, „Grumbeere“, „pomme de terre“ oder „patata“. Sie hat viele Namen und Gesichter, doch jeder kennt und liebt sie, die Kartoffel. Auch die Rembrücker wissen die „dolle Knolle“ zu schätzen und veranstalteten wieder ihr beliebtes Kartoffelfest.

Beim mittlerweile zur Tradition gewordenen Fest des Turnvereins Rembrücken (TVR) auf dem Platz vor der Alten Schule stand diesmal die Sorte „Marabel“ im Mittelpunkt, die auf den Feldern um den Ort herum angebaut wird. „Anabelle“ und „Quarta“ ergänzten das Trio der Sorten aus Rembrücken und zogen zahlreiche Besucher aus der Umgebung an. Sei es als Ziel des Familienausflugs, als kleiner Zwischenstopp für die Fahrradtour oder als zufällige Entdeckung von Durchreisenden, die Gäste ließen sich auch bei gemischtem Herbstwetter verwöhnen und probierten alle Köstlichkeiten, die das Fest zu bieten hatte.

Zum Angebot gehörte unter anderem die Kartoffelsuppe, die sich, in der sogenannten „Kanone“ vor sich hinköchelnd, immer wieder aufs Neue größter Beliebtheit erfreut, während der Kanonenmeister alle paar Minuten mit einer Kelle rührt, um Zutaten und Aromen miteinander zu mischen. Jeder Handgriff an der Suppenkanone musste sitzen, um die lange Schlange Hungriger zu bändigen. Für Daheimgebliebene boten die Kanonenmeister einen besonderen Service an: Sie füllten die Flüssigkeit in ein Marmeladenglas, das mit nach Hause genommen werden konnte.

Selbstverständlich wurden bei allen Speisen nur heimische Produkte verwendet. „Wir freuen uns sehr, dass unser Kartoffelfest zur Tradition geworden ist“, betont Peter Mohr, Vorsitzender des TVR. Die Gäste erwartete neben der Suppe eine vielfältige Palette an Köstlichkeiten. Angefangen von der klassischen Pellkartoffel mit Quark, Heringssalat oder Wurst sowie Kartoffelschnaps und Federweißer aus der eigenen Produktion über Pommes bis hin zu goldbraun gebratenen Kartoffelpuffern, die im Akkord gewendet wurden und mit einem Klecks Lachscreme oder Apfelmus alle Besucher begeisterten. Zum Nachtisch boten die TVR-Damen Kaffee und selbst gebackenen Kuchen an.

Die Idee für ein Fest um die Knolle wurde vor mehr als 30 Jahren geboren. Früher fand es im Kerbmonat September statt. Doch da die Mitglieder des Vereins bereits für die Kerb eingespannt werden, hat man das Fest auf den Oktober verschoben. „Da muss man dann auch mit instabilem Wetter rechnen, aber die Rembrücker sind uns treu und kommen selbst bei Regen oder Wind“, sagt Mohr. Dank der tatkräftigen Unterstützung von zahlreichen Ehrenamtlichen, wie den Turndamen, die stets für den reibungslosen Ablauf sowie das Zubereiten der Speisen sorgen, sei das Fest überhaupt erst möglich.

Dem Ereignis haben sich Landwirt Hubert Rücker und Imker Rainer Brunner angeschlossen. Einmal mehr stellte das vielseitige Angebot der Rückers eine Attraktion dar. Aus ihrem landwirtschaftlichen Betrieb stammt Hauptakteurin „Marabel“, die in den Feldern um Rembrücken angebaut wird. „Wir sind stolz darauf, von Anfang an ein Teil des Kartoffelfestes zu sein“, berichtet Beate Rücker.

Doch nicht nur Kartoffelliebhaber kamen auf ihre Kosten. Auch die jüngsten Besucher hatten einiges zu staunen, denn Rückers präsentierten unterschiedliche Kürbissorten aus eigenem Anbau, darunter die Sorten „Hokkaido“, „Butternut“ und „Muscat“. Die Besucher konnten sich über Vielseitigkeit und Facetten im Geschmack der Kürbisse und Kartoffeln informieren. Dabei durften natürlich auch kleinere Zierkürbisse für die Dekoration nicht fehlen, die in ihrer Vielfalt beeindruckten.

Archivbilder

Bilder zum Kartoffelfest in Rembrücken 

Bienenhonig aus eigenen Stöcken gibt es bei Imker Rainer Brunner. Derzeit hat er acht Wirtschaftsvölker, deren Honig er verwendet, sowie acht Bienenvölker, die er für das nächste Jahr züchtet. Beim Kartoffelfest gab es zwei Honigsorten: eine, die im Frühjahr geerntet wurde, und eine aus dem Sommer. „Wir erleben jedes Jahr etwas Neues mit den Bienen und die Natur hält immer eine Überraschung bereit“, berichtet der Imker, der bereits seit 20 Jahren tätig ist. „Unsere Bienen leben ohne Chemie“, erläutert Brunner. Er lasse die fleißigen Tier leben und achte sie sehr.

Wer sich dann noch etwas gönnen wollte, war bei Familie Leiss genau richtig. Sie boten eine Auswahl an Edelrostmetallen, Dekorationsartikeln, diversen Herzen aus Metall und Accessoires aus ihrem Laden „Haus und Hof“ an. Da nahm sich der eine oder andere noch ein kleines Souvenir mit.

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