Kein Kreisel in der Mitte Rembrückens

+
Trotz Radar-Blitzgeräten wird innerhalb Rembrückens oft zu schnell gefahren.

Heusenstamm ‐ Der Tod des Rembrücker CDU-Stadtverordneten Horst Sommer im November hatte es noch einmal deutlich gemacht: Die Ortsdurchfahrt Rembrücken muss sicherer werden. Horst Sommer war beim Überqueren der Heusenstammer Straße von einem Auto erfasst worden. Von Claudia Bechthold

„Zu dieser Zeit lagen uns bereits die ersten Ergebnisse einer Gestaltungsstudie vor, die wir Mitte des Jahres in Auftrag gegeben hatten“, berichtete gestern Bürgermeister Peter Jakoby während einer Pressekonferenz. Jetzt wurde der Auftrag zur Planung für den Umbau der Ortsdurchfahrt vergeben,

Die Vorschläge des beauftragten Fachbüros seien unterschiedlich, reichten bis zur Umgestaltung des ganzen Ortskerns. „Aber der Geldbeutel setzt uns natürlich Grenzen“, schränkt Jakoby ein. Und vorrangig bei einer Entscheidung seien vor allem eine höhere Verkehrssicherheit und langsamer fahrende Autos.

Völlig neu ordnen will man die Einfahrt zur Obertshäuser Straße am Ortseingang. An dieser Stelle war es früher zu Unfällen vor allem mit Radfahrern gekommen. Zwar konnte die Situation entschärft werden, nachdem man Blumenkübel hatte aufstellen lassen. Doch nun solle die Einmündung sicherer gestaltet werden.

Auch die Radwege sollen künftig sicherer werden

Ebenfalls der Sicherheit der Radfahrer gelte eine geplante Verengung der Fahrbahn und ein Umbau des Mehrzeck streifens zum Radweg in Richtung Hainhausen. „Allerdings nur innerhalb unserer Gemarkung“, betont der Verwaltungschef. Wie der Planungsstand einer Radwegeverbindung weiter Richtung Rodgau sei, wisse er nicht.

Die Kreuzung Heusenstammer und Hainhäuser Straße mit Friedhof- und Hauptstraße werde eine Ampel-Kreuzung bleiben, versprach Jakoby. „Einen weiteren Kreisel werden wir dort nicht bauen“, betonte er ausdrücklich, um „entsprechenden Gerüchten“ entgegen zu wirken. Auch der Zebrastreifen, „der häufiger genutzt werden könnte“, werde bleiben. Ebenso sollen ausreichend Parkmöglichkeiten am einzigen Laden im Stadtteil bestehen bleiben.

Über die Kosten könne man bislang noch nichts sagen. Man wolle allerdings versuchen, Zuschüsse aus Wiesbaden zu erhalten. Und der Baubeginn? „Wenn alles nach Plan verläuft, können wir vielleicht in der zweiten Hälfte dieses Jahres damit anfangen“, sagt Jakoby.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare