Karin Keller bleibt Vorsitzende der Bürger- und Seniorenhilfe

Kein Verein von Alten für Alte

Der Vorstand der Bürger- und Seniorenhilfe: Uwe Giebl (von links, Schatzmeister), Karin Keller (Vorsitzende), Klaus Schubert (stellvertretender Vorsitzender), Elke Materne (Bürodienstleiterin), Peter Keller (Schriftführer), Christa Schubert-Zunker (Mitgliederbeauftragte) sowie Elfriede Dommermuth (stellvertretende Schriftführerin).
+
Der Vorstand der Bürger- und Seniorenhilfe: Uwe Giebl (von links, Schatzmeister), Karin Keller (Vorsitzende), Klaus Schubert (stellvertretender Vorsitzender), Elke Materne (Bürodienstleiterin), Peter Keller (Schriftführer), Christa Schubert-Zunker (Mitgliederbeauftragte) sowie Elfriede Dommermuth (stellvertretende Schriftführerin).

Heusenstamm –  Im Altersdurchschnitt verjüngt hat sich der Vorstand der Bürger- und Seniorenhilfe (BSH). Vorsitzende bleibt Karin Keller. Seit Beginn der Pandemie konnte der Verein weiterarbeiten, wenn auch sehr eingeschränkt.

Während der Mitgliederversammlung der BSH wurden sieben Personen in den Vorstand gewählt. Neu im Team sind Klaus Schubert als stellvertretender Vorsitzender, Uwe Giebl als Schatzmeister und Christa Schubert-Zunker als Mitgliederbeauftragte. Elke Materne, bisher stellvertretende Vorsitzende, ist nun Beisitzerin und für den Bürodienst verantwortlich. Die bisherige Schriftführerin Elfriede Dommermuth und der stellvertretende Schriftführer Peter Keller haben ihre Funktionen getauscht.

„Durch die unterschiedlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, die die Vorstandsmitglieder aus ihrer jeweiligen beruflichen Tätigkeit mitbringen, sieht sich der Verein gut gerüstet für die Bewältigung der anstehenden Aufgaben, wie der Verbesserung der Kommunikation und Digitalisierung“, sagt Karin Keller. Der Verein hat 1100 Mitglieder, wobei die Frauen (800) gegenüber den Männern (300) deutlich in der Überzahl sind. 160 Mitglieder sind aktiv, davon allein 30 in der Altersgruppe der über 80-Jährigen. Das älteste aktive Mitglied ist mehr als 90 Jahre alt.

Das bedeute aber nicht, dass die Bürger- und Seniorenhilfe ein Verein von Alten für alte Menschen ist, betont Karin Keller. „Auch Jüngere, die mitmachen wollen, sind herzlich willkommen.“ Wer am Übergang vom Beruf in den Ruhestand stehe und eine sinnvolle, abwechslungsreiche ehrenamtliche Tätigkeit suche, finde bei der BSH vielfältige Aufgaben.

Das Spektrum reicht, so die Vorsitzende, von Besuchen bei alten oder kranken Menschen zu Hause über Bürotätigkeit und Mitgliederverwaltung per Computer bis zur Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen und Vorträgen. Gesucht werden auch Menschen, die ein Hobby haben, das sie gern mit anderen teilen möchten, wie etwa Wandern, Origami oder Literatur. Die Altersforschung sage schon lange, dass soziales Engagement und soziale Kontakte eine wichtige Rolle spielen, wenn es um ein zufriedenes Älterwerden geht.

Die zurückliegende Zeit sei für die BSH nicht leicht gewesen, berichtet Karin Keller weiter. Im ersten Lockdown musste das Büro geschlossen werden. Ein Notdienst wurde eingerichtet, sodass unter Berücksichtigung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln weiterhin Hilfen vermittelt werden konnte: „Das war nur möglich, weil sich Aktive bereit erklärt hatten, trotz Corona etwa für Mitglieder einzukaufen oder sie zum Impfen zu bringen.“ Ständige Veranstaltungen mussten eingestellt oder neue größere Räumlichkeiten gefunden werden, um die Abstandsregeln einhalten zu können.

Inzwischen ist das Büro in der Kirchstraße 24 (z 06104 1711) wieder regelmäßig von montags bis donnerstags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Alle ständigen Veranstaltungen mit Ausnahme des Singkreises finden wieder statt.

Die Pandemie habe gezeigt, wie wichtig es sei, miteinander in Kontakt zu bleiben, betont die Vorsitzende. So werde oft davon gesprochen, dass die Digitalisierung weiter ausgebaut werden müsse. Das sei richtig und auch die BSH gehe neue Wege, indem sie ihren Mitgliedern einen elektronischen Newsletter anbietet. „Leider wird aber beim Ruf nach mehr Digitalisierung vergessen, dass es viele alte Menschen gibt, die aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen keinen Zugang zu elektronischen Informationen haben.“ Um Abhilfe zu schaffen, biete die BSH seit Jahren PC- und Smartphone-Kurse für Senioren an. Auch für das kommende Jahr sind solche Kurse geplant. Dennoch stehe bei der BSH aber der persönliche Kontakt von Mensch zu Mensch an erster Stelle.

Nicht mehr im Vorstand ist die bisherige Schatzmeisterin Gisela Liebig-Grün, die ihr Amt niederlegte. (clb)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare