Kinderfeuerwehr

Früh Einsatzbereitschaft fördern

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Unter der Leitung von Marc Heberer soll sie den ehrenamtlichen Rettern in Rembrücken nicht nur den Nachwuchs sichern. Von links: Holger Schmidkunz, Harald Manger (beide stellvertretende Stadtbrandinspektoren), Wehrführer Hubert Rücker, Kinderfeuerwehrleiter Marc Heberer, Thomas Kremin und Herbert Schmidt-Dengler (beide stellvertretende Wehrführer).

Heusenstamm - Den eigenen Nachwuchs fördern – das ist der Freiwilligen Feuerwehr Rembrücken wichtig. Deshalb bietet sie nach den Sommerferien eine Gruppe für Kinder ab sechs Jahren an. Von Sarah Neder

Der Leiter der Kinderfeuerwehr wird Marc Heberer. Er ist 42 Jahre alt und arbeitet hauptberuflich als Lehrer an der Weibelfeldschule in Dreieich. Doch Heberer bringt nicht nur pädagogische, sondern auch andere Qualifikationen mit. Eine Ausbildung zum Rettungsassistenten bei der Frankfurter Feuerwehr stellte vor vielen Jahren seinen ersten Kontakt zu den Rettern her. Seit einem Jahr ist der Lehrer nun Mitglied bei der Rembrücker Wehr und hat sich für seine Mission einiges vorgenommen: „Ausflüge, Zeltlager, sportliche Aktivitäten und natürlich Brandschutzaufklärung und Erste Hilfe stehen auf dem Programm.“ Heberer erzählt, dass es in der Region viel zu sehen gebe, wie etwa das Feuerwehrmuseum in Dietzenbach, das Löschboot in Frankfurt oder aber das Deutsche Feuerwehrmuseum in Fulda.

Bisher konnten Kinder erst ab zehn Jahren zur Freiwilligen Wehr gehen. „Viele haben sich in dem Alter aber schon auf einen anderen Verein festgelegt. Deshalb müssen wir früher einsteigen, um konkurrenzfähig zu sein“, erklärt Heberer den Grund, wieso jetzt auch eine jüngere Zielgruppe angesprochen werden soll. Spielerisch will er das Interesse der Mädchen und Jungen für die Aufgaben der Feuerwehr wecken. Unterstützung bekommt er dabei von den Betreuerinnen Julia Endlich, Anna Gramß und Tanja Schmidt-Dengler. Jeden zweiten Freitag von 16 Uhr bis 17.30 Uhr treffen sich die Kinder mit den Betreuerinnen und Betreuern im Feuerwehrhaus Rembrücken (Obertshausener Straße). Los geht’s am Freitag, 12. September.

Die neue Aufgabe fiel Heberer beinahe in den Schoß: „Unser Wehrleiter Hubert Rücker hat mich gefragt, ob ich das machen möchte und ich habe ja gesagt“, erinnert sich der Lehrer, der bis dato noch kein Amt bei den Rembrückern inne hatte. Zu einer der Voraussetzungen zählte auch, dass Heberer keine Jugendgruppe leitet. Diese sollen mit der Nachwuchsgruppe entlastet werden. Insgesamt 53 Freiwillige engagieren sich bei der Wehr – die Hälfte davon ist schon als Jugendleiter aktiv. „Zurzeit sind um die 20 Teilnehmer in der Jugendgruppe. Die Hälfte davon sind Mädchen“, erklärt Heberer. Mit neun Jahren kommen die Teilnehmer der Kinderwehr ins Übergangsjahr, in dem sie auch schon bei der Jugendgruppe mitmachen können. Heberer ist sicher: „So können wir die Einsatzbereitschaft fördern.“

Jugendfeuerwehren üben mit Erfolg (2013)

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In den eigenen Reihen trifft die Neubesetzung auf Zuspruch. So findet der stellvertretende Brandschutzinspektor Harald Manger: „Es ist schön, dass es nun auch in der Stadt Heusenstamm eine Kinderfeuerwehr gibt und somit die Möglichkeit besteht, Kindern schon früh das richtigen Verhalten in Notsituationen sowie soziale Kompetenzen zu vermitteln.“ Auch der Bürgermeister der Schlossstadt, Peter Jakoby, begrüßt Marc Heberer in seiner Funktion als Kinderfeuerwehrleiter und wünscht ihm alles Gute für die Arbeit mit dem Nachwuchs.

Wer Interesse hat, bei der Kindergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Rembrücken mitzumachen, kann sich bei Marc Heberer unter Telefonnummer 06106/266227 oder per Mail an marc.heberer@feuerwehr-rembruecken.de melden. Einige Plätze sind noch zu vergeben.

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