Magistrat will Außengelände teilen

Nur die halbe Fläche für Kinder

+
Nur bis zum Flatterband soll das Freigelände der neuen Kita direkt neben dem Schloss reichen. Das Areal dahinter möchte Bürgermeister Halil Öztas anders nutzen.

Heusenstamm - Um das Außengelände für die neue Kindertagesstätte auf dem Gelände des Schlosses haben Stadtverordnete gestritten. Von Claudia Bechthold 

Nach den Vorstellungen der Verwaltung soll nur knapp die Hälfte des Areals, das zur Verfügung stünde, tatsächlich von den Kindern genutzt werden dürfen. Geeinigt haben sich die Mitglieder des Stadtparlaments nun darauf, mögliche Alternativvorschläge zur Nutzung der Freifläche auf dem Schlossgelände hinter dem Kita-Neubau abzuwarten, bevor eine endgültige Entscheidung fallen soll. Derartige Vorschläge erwartet man im Zusammenhang mit dem Projekt Stadtumbau des Landes Hessen, an dem die Stadt teilnimmt. Bis zum Herbst muss ein entsprechendes Konzept vorgelegt werden. Diesem Kompromiss vorausgegangen war ein Antrag der CDU-Fraktion, jenes Gelände komplett als Freifläche der Kita zuzuschlagen.

Es geht um das neu errichtete Gebäude auf dem Schlossgelände, das als Kindertagesstätte für zwei Gruppen gedacht ist. Träger der Einrichtung wird der Verein Schlosszwerge, der unmittelbar gegenüber, im bereits bestehenden Pavillon, eine Kita für Kinder unter drei Jahren betreibt. Das neue Gebäude, das Anfang Juni bezugsfertig sein soll, steht an jener Stelle, an der bis 2011 ein nicht mehr genutzter Pavillon stand. Das Gelände dahinter wurde unter anderem genutzt, um die Stände für den Nikolausmarkt zu lagern.

Im September 2016 haben die Stadtverordneten auf Antrag des Magistrats die „Genehmigung einer außerplanmäßigen Auszahlung für den Neubau eines Flachdachgebäudes zur Erweiterung der Kita Schlosszwerge“ beschlossen. Die Kosten wurden damals mit 654.000 Euro angegeben.

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

Man sei davon ausgegangen, dass das dahinter liegende Gelände, das von einer alten Mauer begrenzt wird, der Kita zugeschlagen werde. „Zumal das Gelände für dieses Zweck ideal ist“, sagte Paul Sassen vom Fraktionsvorstand der CDU im Parlament. Von der Idee von Bürgermeister Halil Öztas, einen großen Teil der Fläche zwischen dem neuen Gebäude und der Schlossmauer anders zu nutzen, sei man überrascht gewesen. Öztas hatte während einer Besichtigung des Areals geäußert, man könne dort zum Beispiel einen Lese- oder einen Skulpturengarten entstehen lassen – bezuschusst durch das Stadtumbau-Programm des Landes, an dem Heusenstamm teilnimmt.

Kritisiert hatte die Union in diesem Zusammenhang auch, dass die Stadtverordneten nicht frühzeitig über diese Planung informiert worden seien. Bedenken, die Fläche für die Kinder könne zu klein sein, zerstreute Öztas. Man habe alle erforderlichen Genehmigungen erhalten, auch die Zahl der Quadratmeter je Kind sei ausreichend.

FDP und Grüne fanden je eine Kompromisslösung, die zur nun beschlossenen zusammengefasst wurde.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare