Hochgiftiges Kohlenmonoxid: Feuerwehr räumt Gebäude

„Komischer Geruch“ rettet Hausbewohnern das Leben

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Feuerwehrleute kontrollieren den Kamin des Wohnhauses am Weiskircher Weg.

Heusenstamm - Großes Glück hatten die Bewohner eines Mehrfamilienhauses am Weiskircher Weg. Kurz nach sieben Uhr heute Morgen bemerkt einer der Mieter einen „komischen Geruch“ und alarmiert die Feuerwehr.

Vermutlich durch einen Defekt an der Heizungsanlage ist hochgiftiges Kohlenmonoxid in die Wohnungen eingedrungen. Messungen ergeben eine hohe Konzentration des Gases im Gebäude.

Das Glück: Das sonst geruchlose Gas ist vermengt mit Ruß und Dieselgestank – nur deshalb können es die Bewohner riechen. Das Haus wird von der Feuerwehr sofort evakuiert. Die 19 Bewohner kommen bei Temperaturen um zwei Grad Celsius zunächst im Betreuungsbus des Kreises Offenbach, der von der Feuerwehr Rödermark besetzt wird, unter. Ärztliche Untersuchungen ergeben, dass niemand Schaden genommen hat. Später laden Mitglieder der benachbarten Freien evangelischen Gemeinde die Menschen in ihr Haus ein.

Unter der Leitung von Heusenstamms Vize-Wehrführer Marco Schmidtke sind rund 40 Kräfte der Feuerwehren aus Heusenstamm, Rembrücken, Rödermark sowie des Rettungsdienstes im Einsatz. Unter Atemschutz schalten sie die Heizung ab, belüften das Gebäude einschließlich eines großen Lagers und kontrollieren den Kamin. Der Notdienst der Maingau Energie wird hinzugezogen, außerdem ein Schornsteinfeger.

Bilder: Feuerwehrfest in Heusenstamm

Schließlich wird ein Installateur gerufen, der die Heizung im Lauf des Tages wieder instand setzen soll. Gegen 11 Uhr am Vormittag können die Mieter wieder in ihre Wohnungen. Um 12.30 Uhr rücken die Feuerwehrkräfte endgültig wieder ab. (clb)

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