Es kommt nicht auf Größe an

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Unter dem Kerbborschen eröffnete Bürgermeister Peter Jakoby mit wohlfeil gereimten Worten die Kerb.

Rembrücken - Mit dem traditionellen Zug durch den Ort und reichlich Musik haben die Kerbburschen zusammen mit Freunden der Kerb am Samstag Nachmittag Kerbbaum und Kerbborsch an den angestammten Platz vor der alten Schule in Rembrücken gebracht. Von Peter Petrat

Dort wurde die Traditionsveranstaltung eröffnet. „Der Kerbborsch wird auch jedes Jahr schwerer“, scherzten die Fußballer der „Alten Herren“ vom TV Rembrücken, nachdem das bunt geschmückte Holz in den Himmel ragte.

Den schicken Zwirn hat der Kerbborsch auf seinem Stühlchen mit freiem Blick herab auf die Feiernden auch in diesem Jahr wieder Arnold Subtil und seiner Frau zu verdanken. Auch der Baumschmuck liegt seit vielen Jahren in ihren fähigen Händen. Der Kerbbaum steht bis Ende Oktober, wenn der gastgebende Verein zu seinem Kartoffelfest einlädt.

Klein aber fein

Zur Eröffnung der dreitätigen Kerb sprach dann Bürgermeister Peter Jakoby in Reimform über die Veranstaltung, auf sich nicht nur Rembrücker schon das ganze Jahr freuen. Bei reichlich Sonne, kühlen Getränken und weiterhin Unterhaltung durch den Musikzug der TGM SV Jügesheim, genossen viele Gäste das gemütliche Beisammensein.

Klein aber fein lautet das Motto der Kerb, die zwar nur eine überschaubare Anzahl Buden hat, aber trotzdem sehr beliebt ist. „Man feiert einfach gerne zusammen, und dabei kommt es nicht auf die Größe an“, erklärte einer der vielen Stammgäste.

Weiter ging es gestern mit einem echt bayrischen Frühschoppen. Serviert wurden frisch gebackene Brezeln, Obatzter, Weißwurst mit süßem Senf und Weißbier. Die Bewirtung des Festes stemmen die Helfer vom TV Rembrücken. Pferdesportler, Wanderer, Turner, Fußballer, der Vorstand und Freunde des Vereins übernehmen Organisation und sorgen für das leibliche Wohl der Besucher.

Hans Kremer übernimmt die Beerdigung der Kerb

Heute Abend stehen mit dem Kerb-Fußballspiel und der Verbrennung des Kerbborschen noch zwei Höhepunkte auf dem Programm. Um 19 Uhr treten die „Alten Herren“ des TV Rembrücken, die Kerbburschen, im Traditionskick gegen den TSV Heusenstamm an. „Ein Kerbspiel haben wir noch nie verloren“, ist das Kerbteam siegessicher. Doch da der Spaß im Vordergrund steht, werden auch die Zuschauer auf ihre Kosten kommen. Danach übernimmt Hans Kremer die Beerdigung der Kerb. Bei Wechselgesang wird der Kerbborsch von dem guten Freund des Vereins niedergebrannt, bis nur noch ein Häufchen Asche übrig ist. Den ganzen Montag über locken teilweise vergünstige Fahrpreise an den Buden und Fahrgeschäften kleine und große Besucher.

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