Bernhard Krostewitz nach 55 Jahren Tätigkeit zum Ehrenvorsitzenden ernannt

„Konkordia ist Teil meines Lebens“

Gerade neu aufgearbeitet ist die Fahne des Gesangvereins Konkordia, vor der sich die Jubilare des Vereins für das
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Gerade neu aufgearbeitet ist die Fahne des Gesangvereins Konkordia, vor der sich die Jubilare des Vereins für das

„Mit Herz und Seele Sänger und Konkordianer:“ Wenn das auf einen zutrifft, dann auf Bernhard Krostewitz. Rund 40 Jahre lang war der Heusenstammer Vorsitzender des Gesangvereins, mehr als 55 Jahre lang hat er Verantwortung für „seinen Verein“ getragen. Jetzt hat ihn seine Nachfolgerin im Amt, Doris Hüter, nicht nur für 70 Jahre Treue zur Konkordia geehrt, sondern ihm auch eine Urkunde überreicht, mit der er zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden ist.

Heusenstamm – Als Neunjähriger hat Bernhard Krostewitz im Knabenchor zu singen angefangen. Gemeinsam mit ihm taten dies übrigens auch Dieter Hock und Erich Wilhelm, denen der Vorstand ebenfalls für die langjährige Mitgliedschaft dankte.

Schon 1964 wurde Bernhard Krostewitz zum ersten Mal in den Vorstand des Gesangvereins Konkordia gewählt. 1981 wurde er dann Vorsitzender und blieb dies – mit einem Jahr Pause aus privaten Gründen – bis vor einem Jahr, als Doris Hüter übernahm. Seitdem ist der 78-Jährige stellvertretender Vorsitzender.

Als gelernter Kraftfahrzeugmechaniker-Meister hat Krostewitz neben der Konkordia eine Werkstatt für Autoelektrik geführt – ein Familienunternehmen wie – für ihn – die Konkordia auch. Dass seine Lebenspartnerin Gerda Schünemann und deren Tochter Angela Schünemann ebenfalls in der Konkordia nicht nur mitsingen, sondern auch anpacken, gehört einfach dazu. Das galt auch für den erst kürzlich verstorbenen Schwiegersohn der Familie Axel Lehmann. Lediglich Sohn Jens Krostewitz hat sich mehr auf den Fußball konzentriert.

Freilich sei es ihm nicht leicht gefallen, in die zweite Reihe zurückzutreten, sagt Gerda Schünemann. „Die Konkordia ist Teil meines Lebens“, betont der Jubilar selbst. Und er freut sich über die besondere Ehrung, denn als Ehrenvorsitzender „kann ich jetzt für immer im Vorstand tätig sein“.

Mit einem Klavierstück von Mozart hatte Michael Hittel den Ehrungsvormittag im Kultur- und Sportzentrum Martinsee eröffnet. Mitglieder zu ehren sei ein Zeichen der Wertschätzung, betonte die Vorsitzende Doris Hüter zu Beginn, denn ohne Mitglieder gebe es keine Vereine und kein Vereinsleben. Jeder einzelne bereichere die Konkordia.

Seit 25 Jahren dabei sind Ludwig Althoff, Maike Nehler, Julian Muris, Konstanze Kurbel, Christian Steiner, Marion Steiner und Carsten Wendtland. Sie alle seien aus den Chören der Konkordia nicht mehr wegzudenken.

Nicht viele Vereine hätten ein eigenes Catering, meinte Doris Hüter zur nächsten Ehrung. Mit Helmut Reitz, seit 40 Jahren Mitglied, habe der Heusenstammer genau dieses. Wann immer es um Essen für ein Fest gehe, sei Helmut Reitz der richtige Ansprechpartner. Ebenfalls 40 Jahre dabei sind Peter Möller und Manfred Muris.

Für 65 Jahre Mitgliedschaft dankten Doris Hüter und Bernhard Krostewitz Hans Zang. Schließlich ehrten sie die 70er-Jubilare Erich Wilhelm und Dieter Hock. Vor allem Dieter Hock gehört zu jenen, die einen großen Teil ihrer Freizeit dem Verein geschenkt haben. Auch er gehörte dem Haupt- und dem Chorvorstand an, betreute das Inventar des Vereins und führte die interne Lottokasse. Und bis heute steht er jedes Jahr beim Kelterfest an der Presse und sorgt für den allseits geschätzten frischen Süßen. Die Konkordia ernannte ihn daher nun zum Ehrenmitglied. (Claudia Bechthold)

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