In die Küche kann jeder schauen

Restaurant Kost-Bar: Schlossschenke nach langem Warten wieder offen

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Für Menelaos Atmatzidis (Mitte) ist die Kost-Bar im linken Flügel des Schönbornschen Schlosses eine Investition „für die nächsten 30 Jahre“.

Die Tafelspitzbrühe wird in einem Töpfchen mit Deckel serviert. Hebt man diesen, entfaltet sich schnell der ganze Duft einer kräftigen Rinderbrühe. Und es schmeckt so gut, wie es duftet.

Heusenstamm – Menelaos Atmatzidis ist noch in der Startphase seines neuen Restaurants mit dem Namen Kost-Bar (Im Herrngarten 1). Fast ein Jahr war die ehemalige Schlossschenke geschlossen. Seit etwa drei Wochen nun ist das Lokal im linken Flügel des Schönbornschen Schlosses wieder eröffnet. Langwieriger als geplant hatten sich die Renovierungs- und Umbauarbeiten herausgestellt. An manchen Stellen musste Altes gegen Neues getauscht werden, an denen solche Arbeiten nicht einkalkuliert waren.

Doch nun ist es so weit und die Heusenstammer kommen, um das Restaurant zu testen. Es ist jeden Abend gut besucht, wer sicher sein möchte, einen Platz zu bekommen, sollte besser vorher anrufen. Darüber freut sich der 28 Jahre alte Wirt, für den sich ein Traum erfüllt hat. Und so steckt er all seine Energie in das Lokal. Zumal noch nicht alles fertig ist.

Restaurant Kost-Bar in Heusenstamm mit offener Küche

So wird die nun zum Gastraum offene Küche im oberen Drittel des Durchbruchs noch eine Milchglasscheibe erhalten. „Die Küche bleibt aber offen, ich möchte, dass die Gäste hineinsehen können“, sagt Atmatzidis. Und es wird noch eine „Wasserwand“ in der Kost-Bar in Heusenstamm eingebaut mit einer Theke davor. Die sei vor allem für Barbesucher gedacht.

Denn zu seinem Konzept gehört, dass sich das Lokal neben dem Restaurant für die ganze Familie auch als Bar ab etwa 22 Uhr etabliert. Am vergangenen Samstag etwa habe schon reger Betrieb geherrscht, berichtet der gelernte Restaurantfachmann,

Kost-Bar: Atmatzidis will wieder zurück nach Heusenstamm

Gelernt hat Atmatzidis, der in Heusenstamm aufgewachsen ist, zunächst den Beruf des Geräte- und Systemelektroniker. Dem schloss er die Ausbildung zum Restaurantfachmann an. Zu seinen Stationen zählen das Ristorante da Salvatore an der Schlossstraße, das Fleischeslust in Offenbach, das Guglhupf in Egelsbach und das Schweizers in Frankfurt, Für das eigene Lokal, die Kost-Bar, aber sollte es wieder Heusenstamm sein, denn „ich bin hier groß geworden, meine Freunde und meine Familie sind hier“.

Mit Dennis Hopp hat Atmatzidis einen Koch gewinnen können, den er aus seiner Zeit im Guglhupf kennt. Zuletzt hat Hopp im Franziska im neuen Henninger Turm gearbeitet.

Restaurant Kost-Bar: Heusenstammer tüftelt noch ständig an der Speisekarte

Mit ihm tüftelt der Heusenstammer derzeit noch ständig an der Speisekarte der Kost-Bar. Moderne deutsche Küche will er bieten, mit mediterranem und auch ein bisschen veganem Anteil. Grüne Soße zum Beispiel findet man auf der Karte, Schnitzel vom Kalb, aber auch vom Schwein, geschmorte Rinderhochrippe und natürlich auch das Filetsteak. Gekauft werden die Lebensmittel zum Teil auch in der Schlossstadt. Vegane Gerichte und einen Burger will er von Dezember an auf die Karte setzen. „Und hoffentlich in der nächsten Woche dann auch Gans.“

Zur festen Crew des Restaurants zählt übrigens auch Lara Jakobs, mit der Atmatzidis seit drei Jahren liiert ist. In der Kost-Bar sieht er eine „Investition für die nächsten 30 Jahre – so ist der Plan“.

Geöffnet ist das Lokal mittwochs bis montags von 11.30 Uhr an bis Mitternacht, freitags und samstags bis 2 Uhr und sonntags bis 22 Uhr.Warme Küche gibt es von 11 bis 14.30 Uhr sowie von 17.30 bis 22 Uhr. Nachmittags werden Kaffee und Kuchen serviert: Tel.: 06104/8024877, info@kostbar-hst.de, kostbar-hst.de.

VON CLAUDIA BECHTHOLD

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