Laura Ochmann, Lisa Wedekind und Karl-Friedrich Härle

Operngala im Schlossinnenhof: Viel Applaus für große Künstler

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Ein festliches Konzert in einem ebenso festlichen Ambiente: Die große Operngala im Innenhof des Schlosses überzeugte einmal mehr mit großartigen Künstlern, darunter die niederländische Sopranistin Jessey-Joy Spronk, der koreanische Tenor Dong Seok Im und der Chor der University of Northern Colorado.

Heusenstamm - Die Operngala ist alljährlich Höhe- und Endpunkt des Kultursommers am Schloss. Auch in diesem Jahr hatten die Veranstalter ein großartiges Programm dafür zusammengestellt. „Von Sevilla bis Wien“ lautete diesmal das Motto. Von Claudia Bechthold 

Laura Ochmann (links) und Lisa Wedekind wurden vom Publikum besonders gefeiert.

In Heusenstamm fühle sie sich wohl und komme immer wieder gern zurück, sagt Laura Ochmann. Die inzwischen 15 Jahre alte Geigerin hatte vor acht Jahren ihren allerersten großen Auftritt bei der Operngala in Heusenstamm. Das verbindet. Auch mit Professor Hans-Friedrich Härle, der sie seitdem begleitet und auf die Bühne holt. Diesmal überraschte die junge Frau mit dem ersten Satz aus dem Violinkonzert D-Dur von Peter Tschaikowski. Ein sehr anspruchsvolles Werk, das die talentierte Geigerin wundervoll meisterte.
Im Publikum saßen diesmal auch Angelika und Boris Kottmann, jene Musiker, bei denen Laura Ochmann ihre ersten Unterrichtsstunden an der Geige erhielt. „Da steckt nicht nur viel Talent, sondern auch großer Fleiß drin“, weiß Angelika Kottmann, die ihr nicht nur attestierte, dass sie alle Hürden der Komposition gemeistert habe, sondern auch, dass „ein Stück Laura zu hören“ war. Und mit den Rhein-Main-Philharmonikern mit Dirigent Hans-Friedrich Härle bilde sie ein gutes Team. Das Publikum jedenfalls dankte der 15-Jährigen mit langem Applaus.

Begeistert reagierten die rund 700 Zuschauer auch auf Lisa Wedekind, die zweite Künstlerin mit Heusenstammer Wurzeln. Die Mezzo-Sopranistin durfte mit der Habanera-Arie aus der Oper Carmen von Georges Bizet brillieren. Die „Carmen“ ist eine der wenigen Titelrollen, die es für diese Stimmlage gibt. Eine weitere Arie aus dieser Oper sowie „Ich lade gern mir Gäste ein“ aus der „Fledermaus“ von Johann Strauss (Sohn) ließen ihr einmal mehr die Chance, ihr großes Können zu beweisen.

Hans-Friedrich Härle, der 30 Jahre mit seiner Frau Karin in der Schlossstadt gelebt hat, war der dritte Heusenstammer Pfeiler im Gala-Programm. Gewohnt routiniert, und mit großem Engagement dirigierte er die Philharmoniker und die Mitwirkenden – allesamt sehr gute Künstler, die die Zuschauer überzeugen konnten. Das schließt auch Claudia Grundmann ein, die den Abend unaufdringlich, aber unterhaltend moderierte.

Bilder: 700 Gäste bei der Operngala in Heusenstamm

So mancher im Publikum bemerkte übrigens vier kleine Zaungäste, die zumindest während des ersten Teils des Konzerts von einem Sims des Schlosses aus offenbar mit Genuss zuhörten: vier wohl noch junge Mehlschwalben. Im Gegensatz zu Landrat Oliver Quilling, Stadtverordnetenvorsteher Gerd Hibbeler, Erstem Stadtrat Uwe Michael Hajdu und Sparkassen-Vorstand Klaus Zoufal wurden die kleinen Vögel allerdings nicht begrüßt.

Immer wieder sind an diesem Abend Bravo-Rufe zu vernehmen. Und bevor Härle die Gala mit dem Radetzki-Marsch beendete, überraschte der Tenor Massimo Sirigu mit der Arie des Cavaradossi aus der Oper Tosca – als Ausblick aufs nächste Jahr.

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