Ein Diplomat packt aus

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Ex-Diplomat Michael Hall begeisterte im randvoll besetzten Hinteren Schlösschen.

Heusenstamm (pep) - Mit Auszügen aus seinem Buch „Eating for Britain“ unterhielt der ehemalige Diplomat Michael Hall sein Publikum im voll besetzten Hinteren Schlösschen mit humorvollen Geschichten aus seiner Dienstzeit.

Auf Einladung des Vereins „Literatur & Kunst am Torbau“ und des „Freundschaftskreises Tonbridge & Malling“ war der gebürtige Südafrikaner aus seiner jetzigen Heimat Straßburg angereist, um mit seinen Erlebnissen rund um Staatsempfänge und diplomatischen Alltag in englischer Sprache den Besuchern einen vergnüglichen Abend zu bescheren. Als „British Consul“ hat er in „königlicher Mission“ für England aber auch lustige Erlebnisse abseits der offiziellen Dinners in den Niederlanden, der Karibik und in Deutschland gehabt. Dabei war die Zeit in Deutschland, wie er sagt, die lustigste seiner Dienstlaufbahn.

Nacktbaden, Unfallflucht und „Lehrgeld“

Aus Frankfurt schilderte er in sarkastischer Weise das Zuständigkeitengerangel über den Schmutz, den ein anderer Diplomat wegen Übelkeit im Fahrstuhl des Deutsche Bank-Hochhauses hinterließ. „Lehrgeld“, so betitelte er eine seiner Geschichten, in der er plötzlich wegen Unfallflucht von Polizisten umgeben war und mit den für ihn fremden behördlichen Maßnahmen satirisch hart ins Gericht ging. Wer hätte denn auch ahnen können, dass der Kratzer in dem Audi neben ihm nicht bereits vorher in der Stoßstange war und Zeugen sein Einkaufen und Weiterfahren als böse Absicht auffassen könnten? Zu der eigentlichen Schadenshöhe kamen für den unerfahrenen Gast auch noch ein Bußgeld und der Entzug des Führerscheins hinzu.

Auch seltsame Erfahrungen beim Nacktbaden und andere peinliche Missverständnisse teilte er mit den Zuhörern, die sichtlich Spaß hatten. Als Gentlemen wollte er sich nur den beiden Damen anpassen, die im Hotelpool ganz ohne Kleidung baden gingen und sich aus seiner Sicht durch seine Bekleidung unwohl fühlten. Doch bei ihnen und beim mahnenden Hausmeister kam  die gute  Absicht  nicht an.

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