Letzte Ruhe unter Kirschbäumen

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An der Ostseite des Friedhofs zur Straße Am Goldberg soll der zweite Stelen-Hain entstehen. Die sandsteinfarbenen Betonsäulen werden entlang eines kleinen Wegenetzes errichtet. Der zweite Hain werde ähnlich mit blühenden Bäumen bestückt wie der erste (Bild).

Heusenstamm ‐ Mit einem solch großen Interesse an den Urnenstelen auf dem Heusenstammer Friedhof hatte wohl niemand gerechnet. Im Sommer 2008 waren die ersten 24 Stelen in dem kleinen Hain am nördlichen Rand des Friedhofs geweiht worden. Von Claudia Bechthold

„Wenn das Interesse an diesen Urnengräbern anhält, werden die 152 Kammern bis zum Ende des Jahres belegt sein“, prophezeite jetzt Bürgermeister Peter Jakoby den Mitgliedern des Bauausschusses. Aus diesem Grund will sich der Magistrat bei der ohnehin schon seit einigen Jahren laufenden Erweiterung des Friedhofs nun auf einen weiteren Stelen-Hain konzentrieren.

Am östlichen Ende des Friedhofgeländes zur Straße Am Goldberg hin soll dieser Hain entstehen. 40 dieser Betonsäulen mit Sandsteinverkleidung werde man dort errichten lassen. Platziert werden sie entlang eines kleinen Wegenetzes. Die Stelen werden nicht mehr ganz so dicht beieinander stehen wie im ersten runden und in sich geschlossenen Hain. Statt der der Kirschbäume mit ihren rosafarbenen Blüten werde man diesmal eine andere Baumart auswählen, verkündete der Verwaltungschef. Es werde aber sicher wieder eine blühende Baumart sein.

„Diese Stelen wirken nicht so erschreckend kalt und abweisend wie viele Urnenmauern“, vermutet Peter Jakoby. Das könnte den Erfolg dieser Art der Bestattung ausmachen. Auch die eher lockere Anordnung der Säulen trage sicher dazu bei, dass sich immer mehr Menschen dafür entscheiden. „Das ist wie ein kleiner Wohnblock“, meinte er. Zudem sind Nischengräber in einer der Säulen etwas günstiger als ein Urnengrab und sie bedürfen keiner ständigen Grabpflege.

16 dieser Stelen sollen noch in diesem Jahr errichtet werden. Weitere 24 werden im nächsten Jahr folgen. Außerdem werde im Jahr 2011 ein Eingang zum Friedhof vom Goldberg aus geschaffen - mit einigen Parkplätzen. Zu dem vom Betriebshof genutzten benachbarten Lagerplatz werde man ein Mauer bauen.

Das Geld für diese Projekte sei im Haushalt vorgesehen mit je 130.000 Euro in diesem und im kommenden Jahr versicherte Peter Jakoby.

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