Lesen im Bett auf der Straße

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MIt einer dreißigminüten Feuershow klang die Lichternacht des Gewerbevereins am Samstagabend aus.

Mühlheim - Mit Lichtern, Leckereien und Lesungen bot der Mühlheimer Gewerbeverein (GMF) Außergewöhnliches zum traditionellen Lichterfest.

Trotz früh einsetzenden Regens zogen zahlreiche Gäste durch die Bahnhof-, Offenbacher- und Marktstraße und zeigten sich begeistert vom Angebot, das bei manchem erste Gedanken an Weihnachten aufkommen ließ.

Dabei boten vor den Geschäften aufgestellte Kerzen einen einladenden Rahmen für die Vorstellung der neuesten Kollektionen. Das Buchladen-Team hatte ein Bett vor dem Schaufenster aufgebaut und Kunden eingeladen, ihre Lieblingsgeschichten oder -gedichte vorzulesen. Eingehüllt in eine blaue Bettdecke las Thorsten Bauch seiner dreijährige Tochter Ella und den Besuchern die Geschichte eines kleinen Bibers namens Taradamtwideldamjuchei vor. Da viele Freunde den Namen nicht richtig aussprechen, geschweige denn behalten können, ist der Biber auf der Suche nach einem neuen und erlebt dabei allerlei Erheiterndes.

Eine phantastische Erzählung präsentierte Patricia Gunkel, ebenfalls im Bett liegend, aus ihrem zweiten Buch. „Alle Geschichten sind durch die Ausstellungsstücke aus dem Museum von Günter Zach inspiriert“, verriet die Autorin. Mit dem Glockenschlag von Big Ben kündigte Inhaber Wolfgang Stock die weiteren Vorträge an.

Britisch ging es im gegenüber liegenden Teeladen zu. Zwei Butler luden zur „Tea Time“ ins Schaufenster und servierten Teeleckereien. „Das bewegte Schaufenster ist eine schöne Möglichkeit, um Unterhaltung der Gäste und Information über unser Angebot zu verbinden“, befand Claudia Kopp, die mit ihren Schaufensteraktionen vom Start weg die Lichternacht bereichert. „Von jetzt auf gleich war mein Laden voller Gäste“, gewann Annette J. Boldt, neue Inhaberin des Grand Whisky, dem kurz nach dem Start der Lichternacht einsetzenden Regen etwas Gutes ab.

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Das Zauberer-Ehepaar Ute und Joachim Obertrifter verblüffte das Publikum mit seinen Tricks und präsentierte kurzentschlossen ein Programm für Kinder, ehe sie zum Ausklang der Lichternacht eine dreißigminütige Feuershow boten. Von hessischem Gebabbel über Goethe bis hin zu Tucholsky reichte das Literaturangebot, das um Leckereien vom Holzkohlegrill kulinarisch ergänzt wurde.

peba

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