Mehrfamilien- und Reihenhäuser

Lücken am Hoheberg werden geschlossen

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Entlang der Hohebergstraße (am linken Bildrand) kann nun gebaut werden. Danach wird die Fahrbahn neu gestaltet.

Heusenstamm - Einstimmig „Ja“ bei fünf Enthaltungen lautete das Ergebnis der Abstimmung im Stadtparlament über den Verkauf zweier Grundstücke an einen Investor aus Frankfurt. Von Claudia Bechthold 

Damit ist nun der Weg frei zur Bebauung der letzten städtischen Grundstücke im Gebiet „Südlich der Hohebergstraße“. Zwei Mehrfamilienhäuser und mehrere Reihenhäuser können nun direkt an der südlichen Seite der Hohebergstraße errichtet werden. Die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung haben den Verkauf zweier Grundstücke an einen Frankfurter Investor einstimmig gebilligt. Damit werden zwei große Baulücken an dieser Straße geschlossen. Das größere Grundstück zwischen der Einmündung zur Straße An der Düne und der unter Schutz stehenden Hindenburg-Eiche ist für die Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Sie sollen so geplant werden, dass dort auch Mehrgenerationen-Wohnen oder betreutes Wohnen möglich sind.

Das zweite Grundstück, das eigentlich aus vielen kleinen, zum Teil weniger als 20 Quadratmeter großen Flurstücken besteht, ist für Reihenhäuser gedacht. Diese sollen, so sieht es die Vereinbarung mit dem Käufer vor, für den Bau von Reihenhäusern genutzt werden. Jungen Familien will man diese Gebäude vornehmlich anbieten. Eine Vereinbarung der Stadt, mit der junge Familien unter bestimmten Voraussetzungen beim Erwerb von der Stadt unterstützt werden können, wollen die Stadtverordneten im Herbst verlängern, da sie sonst ausliefe, bevor die Häuser stehen.

Mehr als 1,3 Millionen Euro wird die Stadt für den Grund erhalten. Dazu müssen allerdings noch weitere rund 720.000 Euro gerechnet werden, die es kostet, das größere Grundstück auszukoffern. Denn in der ehemaligen Kiesgrube ist viel Müll gelandet, der ordnungsgemäß entsorgt werden muss. „Wir hätten die Entsorgung selbst übernehmen können“, sagte Bürgermeister Peter Jakoby. Aber sinnvoller sei es, wenn der Boden vom Bauherrn entfernt werde. Deshalb habe man den Kaufpreis um die von einem Gutachter genannte Summe reduziert.

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

Fraktionschef Lothar Fella äußerte sich für die CDU positiv zu der Verkaufsentscheidung, die durch eine Ausschreibung zustande gekommen war, ebenso Gerd Hibbeler für die SPD. FDP-Fraktionsvorsitzender Dr. Rudolf Benninger kritisierte, dass den Fraktionen nur drei der zehn Entwürfe und Angebote gezeigt worden seien: „Zumal Anbieter dabei waren, die wesentlich mehr Geld geboten haben.“ Dem entgegnete Jakoby, man habe die Angebote zunächst danach aussortiert, wie die Vorgaben des Bebauungsplans erfüllt sind. Und: „Wer im 08/15-Charakter baut, kann sicherlich einen höheren Preis für den Grund bezahlen.“ Die Grünen enthielten sich, weil sie intern uneins waren über die Entwürfe.

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