Ehrenamtlich kaum zu leisten

Magistrat dankt Feuerwehren für ihr Engagement

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Ehrungen und Beförderungen standen im Mittelpunkt des Kameradschaftsabends für die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehren aus Heusenstamm und Rembrücken.

Heusenstamm - Es ist der Dank der Stadt an die Mitglieder der Einsatzabteilungen und deren Partner. Einmal im Jahr lädt der Magistrat die Freiwilligen Feuerwehren zum sogenannten Kameradschaftsabend. Genutzt wird die Veranstaltung auch für Ehrungen und Beförderungen. Von Claudia Bechthold

Es ist nicht nur die Bereitschaft, an jedem Tag rund um die Uhr jederzeit loszulaufen, um anderen Menschen zu Hilfe zu kommen. Zur aktiven Mitarbeit in einer Freiwilligen Feuerwehr gehört auch, sich ständig weiterzubilden oder bereits Erlerntes immer wieder aufzufrischen und zu trainieren. Nicht nur aus diesen Gründen dankte Erster Stadtrat Uwe Michael Hajdu im Namen des ganzen Magistrats den Mitgliedern der Einsatzabteilungen für ihr Engagement für die Bürger. Besonders erwähnte er die Leiter der Jugendfeuerwehren, aus denen mit Alexander Riedel, Tobias Schwarz und Tina Winkler drei junge Leute in die „große Feuerwehr“ wechseln. Zudem wechselten Anna-Katharina Bernhard, Andreas Nadler, Niklas Nega und Mischa Piecuch in Heusenstamms Wehren.

Mehr als die Hälfte der Neueintritte bei den Brandschützern im Kreis Offenbach seien sogenannte Seiteneinsteiger, berichtete Kreisbrandmeister Günter Fenchel, der zur Ehrung zweier langjähriger Mitglieder ins Pfarrheim Maria Himmelskron zum Kameradschaftsabend gekommen war. Wenn es gelinge, Menschen davon zu überzeugen, diese Ausbildung und diese Aufgabe auf sich zu nehmen, dann sei das besonders anerkennenswert, betonte Fenchel.

Die Jubilare sind Jörg Walther, der seit 40 Jahren aktiv ist, und Andreas Nadler – seit 25 Jahren dabei. Solche Ehrungen seien besonders schöne Anlässe, meinte Fenchel, von denen er hoffe, dass es auch in Zukunft gelinge, Menschen so lange für die Feuerwehr begeistern zu können. Geehrt wurde Jörg Walther mit dem Goldenen Brandschutz-Ehrenzeichen des Hessischen Innenministers. Die Stadt fügte einen kleinen Scheck sowie Blumen für die Ehefrau hinzu. Die Familie habe sicher viel Zeit an die Feuerwehr verloren, betonte Stadtrat Hajdu.

Wie werde ich Feuerwehrmann/frau?

Schließlich konnten sechs Aktive befördert werden: Martina Schmidt-Dengler zur Oberfeuerwehrfrau, Marc Friedrich zum Oberfeuerwehrmann, Marius Krömer zum Hauptfeuerwehrmann, Denis Schmidt zum Löschmeister, Vanessa Schmittinger zur Löschmeisterin und Katrin Rebell zur Hauptlöschmeisterin.

Bevor Stadtbrandinspektor Gregor Fanroth den offiziellen Teil beendete, dankte dessen Stellvertreter Holger Schmidkunz Politik und Stadtverwaltung. Und Vize-Stadtbrandinspektor Harald Manger kündigte an, sich im nächsten Frühjahr vorzeitig aus diesem Amt zurückzuziehen. Es sei schon jetzt grenzwertig, die Aufgaben ehrenamtlich zu übernehmen, sagte Manger. In Zukunft, bei ständig wachsenden Anforderungen, werde dies vermutlich so nicht mehr zu leisten sein. Als Anregung fügte er hinzu, man könne bei der Stadt mal darüber nachdenken, die Position des Stadtbrandinspektors mit einem hauptamtlich Beschäftigten zu besetzen. Das Gesetz jedenfalls lasse dies zu.

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