„Man muss es gerne machen“

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Heinz Weber (links) dankte dem Magistrat für den Empfang anlässlich seines 90.Geburtstags, zu dem auch Stadtverordnetenvorsteherin Ingrid Hennighausen gekommen war.

Heusenstamm ‐ Es müssen wahrlich Zeiten des Aufbruchs gewesen sein, in denen der Heusenstammer Ehrenstadtrat Heinz Weber politisch aktiv war. Von Claudia Bechthold

Große Baugebiete habe man in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erschlossen, die Kläranlage gebaut, mit dem Rückzug der Familie Schönborn das Schloss und das Hofgut Patershausen erworben. „Wir haben uns damals hoch verschuldet, aber wir hatten das Glück, dass wir durch Ansiedlungen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer steigern konnten“, erinnerte sich der Jubilar. Aus Anlass seines 90. Geburtstags (wir berichteten) hatte der Magistrat der Stadt Heusenstamm Heinz Weber und seine Familie am Dienstagabend zu einem Empfang ins Rathaus geladen.

Bürgermeister Peter Jakoby würdigte den stets ehrenamtlichen CDU-Politiker, der dem Magistrat 37 Jahre ununterbrochen angehört hatte, als einen Menschen mit „nimmermüdem Enthusiasmus“, der die Dinge zu seinem persönlichen Anliegen gemacht habe. Und er zitierte den Jubilar, der einmal gesagt habe: „Man muss es gerne machen, sonst wäre ich schon längst davon gelaufen.“ Und den Jüngeren, die in die Kommunalpolitik nachgerückt seien, habe er immer das Gefühl gegeben, akzeptiert zu sein, fügte er aus seiner eigenen Erfahrung hinzu.

Ex-Bürgermeister lobt Webers Hilfsbereitschaft

Die Hilfsbereitschaft Webers hob auch der frühere Bürgermeister Josef Eckstein hervor, der sich erinnerte, dass Weber ihn nach seiner Wahl, aber vor dem offiziellen Amtsantritt in die Geheimnisse der Magistratsarbeit eingeweiht habe.

Weber selbst gab den anwesenden Vertretern des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung noch eine kleine Mahnung mit auf den Weg: „Man sollte in der Politik nicht nur erbauen und erstellen, sondern stets auch wissen, welche Folgekosten daraus erwachsen können.“

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