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„Markt der Möglichkeiten“ an der Adolf-Reichwein-Schule zeigt Perspektiven nach dem Abschluss auf

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Von: Joshua Bär

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Am Stand der Bundespolizei informieren sich die Jugendlichen, wie eine Ausbildung abläuft und welche Qualifikationen nötig sind.
Am Stand der Bundespolizei informieren sich die Jugendlichen, wie eine Ausbildung abläuft und welche Qualifikationen nötig sind. © bär

Der Schulabschluss rückt näher, wie es danach weitergeht, ist bei den Absolventinnen und Absolventen die entscheidende Frage. Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ an der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) erhalten die Haupt- und Realschüler einen Einblick in die vielfältigen Angebote, die sich ihnen bieten.

Heusenstamm – 23 Stände informieren die rund 200 ARS-Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen acht bis zehn über die weitere Perspektive. Auf drei Stockwerken werben Firmen und weiterführende Schulen um sie. Das Interesse der Jungen und Mädchen an der Pflichtveranstaltung ist groß, schnell tummeln sich Gruppen an den einzelnen Ständen, wuseln die Heranwachsenden durch das Treppenhaus. Damit sich niemand sofort wieder rausschleicht, müssen alle Schülerinnen und Schüler ein Arbeitsblatt ausfüllen. Eine der Aufgaben ist es, sich mit verschiedenen Ständebetreibern über den jeweiligen Beruf zu unterhalten und das Besprochene zu dokumentieren.

Die beiden Zehntklässlerinnen Geanna und Josy haben den Stand des Sana-Klinikums für sich entdeckt. „Ich möchte später eine Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin machen“, sagt Geanna. Erfahrungen hat sie in dem Beruf noch nicht gesammelt. „Ich finde es aber einfach spannend, was in einem OP so alles passiert.“

Auch Josy strebt einen Beruf in der Medizinbranche an. Sie hat eine Ausbildung als Medizinische Assistentin ins Auge gefasst. „Ich möchte etwas machen, bei dem ich Menschen helfen kann“, begründet die Zehntklässlerin ihren Berufswunsch. Sie habe auch schon ein Praktikum in diesem Beruf absolviert.

Genaue Vorstellung, wie es nach dem Abschluss weitergehen soll, hat auch Ante: „Ich möchte Gas- und Wasserinstallateur werden. Mich fasziniert es, wie man Duschen oder Heizungen repariert.“ Der Zehntklässler hat auch schon mit seinen Eltern über den Berufswunsch gesprochen. „Sie sind damit einverstanden“, betont Ante. Klassenkamerad Gabriel ist dagegen noch unschlüssig, strebt aber ebenfalls einen Handwerksberuf an. Er überlegt, Kfz-Mechatroniker zu werden. Der Besuch einer weiterführenden Schule ist für ihn eher keine Option.

Um den Nachwuchs bei einem persönlichen Gespräch von sich zu überzeugten, setzten immer mehr Firmen auch auf Messen wie den „Markt der Möglichkeiten“. berichtet ARS-Konrektorin Katja Adam. „Früher war es schwieriger, die Firmen zu überzeugen sich an unserer Schule zu präsentieren, diesmal haben wir sogar die Cafeteria geöffnet, um allen einen Platz anbieten zu können.“ Die Corona-Pandemie habe vielen Betrieben zugesetzt, die für Bewerbungen wichtigen persönlichen Gespräche seien nicht möglich gewesen, zudem fehlten vielen Firmen junges Personal, erklärt sich Adam die vermehrten Zusagen.

Carsten Weirich, Mitorganisator der Messe, sieht ebenfalls zunehmendes Interesse an einer solchen Veranstaltung. „Vor Corona waren viele Firmen eher abwartend. Jetzt, werden wir sehr oft angeschrieben.“ Der Lehrer ist zudem davon überzeugt, dass es auch für die Jugendlichen wichtig ist, persönlich mit den Vertreten zu sprechen – am besten an einem vertrauten Ort. „Hier in der Schule sind sie lockerer, kommen daher leichter mit den Ausstellern ins Gespräch.“ Weirich habe beobachtet, dass es vor allem denjenigen leicht fällt, aktiv auf die Stände zuzugehen, die bereits eine konkrete Vorstellung haben, was sie nach der Schule machen möchten.

Mohamed ist noch unschlüssig, wie es nach seinem Schulabschluss weitergehen soll. Momentan tendiert er eher dazu, zur Bundeswehr zu gehen – oder auf eine weiterführende Schule. „Wenn meine Noten gut genug sind.“ Mohamed ist froh, dass die ARS ihm mit dem „Markt der Möglichkeiten“ einen Überblick verschafft. „Mir gefällt die Veranstaltung sehr, sie hilft mir auch dabei, mich selbst einzuschätzen.“ (Joshua Bär)

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