Mehr in die Mitte gerückt

Hospiz- und Palliativberatungsdienst der Malteser zieht ins Familienzentrum in Heusenstamm

EIn evangelisches Gemeindehaus.
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Das Familienzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Heusenstamm in der Leibnizstraße 57 ist nun auch das Domizil des Malteser Hospiz- und Palliativberatungsdiensts.

Mehr in die Mitte des Gebietes, in dem sie arbeiten, wollten die Verantwortlichen des Hospiz- und Palliativberatungsdiensts im Malteser Hilfsdienst rücken. Deshalb haben sie jetzt ein Büro eingerichtet und bezogen im Familienzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Heusenstamm in der Leibnizstraße 57.

Heusenstamm – „Vor allem sind wir jetzt mehr im Leben“, sagt Alexander Rudolf, einer der beiden Koordinatoren der Einrichtung, über den Umzug in die Nachbarschaft einer Kindertagesstätte, zweier Schulen und vieler Wohnungen. Bislang befand sich das Büro in der Obertshausener Zentrale der Malteser, die in einem Gewerbegebiet liegt.

Schon seit mehr als 20 Jahren begleiten Ehrenamtliche der Malteser Sterbende und deren Angehörige in dieser schweren Zeit. Wer sich der Aufgabe widmen möchte, muss zunächst eine rund elf Monate dauernde Ausbildung machen.

49 qualifizierte Ehrenamtliche führt der Dienst derzeit in der Kartei. Weitere 13 Begleiter absolvieren gerade die Ausbildung. Tätig sind sie in Heusenstamm, Dietzenbach Obertshausen und Neu-Isenburg. In den beiden letztgenannten Städten gibt es auch jeweils eine Gruppe für die Begleiter, die sich einmal im Monat trifft und über Erfahrungen spricht. Kleine Fortbildungen und Supervision zählen ebenfalls zum Programm. In der Schlossstadt und in Dietzenbach sollen solche Gruppen mittelfristig ebenfalls entstehen.

Im Familienzentrum an der Leibnizstraße fühle man sich wohl, betont Alexander Rudolf. Vom Büro aus habe man Zugang zum Garten und bei Bedarf könne man jederzeit einen Raum dazu mieten, etwa für Treffen mit den Ehrenamtlichen. Und auch die Evangelische Gemeinde freut sich über die neuen Mieter: „So ist noch mehr Leben in dem Zentrum“, sagt Pfarrerin Susanne Winkler.

Zu den Aufgaben des Hospiz- und Palliativberatungsdiensts zählt auch die Beratung und Hilfe beim Erteilen einer Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung. Wer mit den Vorlagen nicht zurechtkommt oder Unterstützung bei den damit verbundenen Entscheidungen wünscht, kann sich an den nun in Heusenstamm erreichbaren Dienst wenden. Einerseits stellt der Verband eine Mappe mit Erklärungen und den Vordrucken zur Verfügung. Andererseits und noch viel wichtiger ist, dass jeder Interessierte kostenlose Gespräche dazu erhalten kann.

Erreichbar ist der Hospiz- und Palliativberatungsdienst unter 06104 6695810 oder per Mail an hospiz.obertshausen@malteser.org. Bürozeiten sind montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr. Sonst läuft ein Anrufbeantworter. (Von Claudia Bechthold)

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