Problemen der Anwohner soll begegnet werden

Mehr Ruhe an Alter Linde

Im neuen Quartier an der Alten Linde klagen Anwohner über Belästigungen durch Jugendliche. Dem soll nun möglichst bald begegnet werden.
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Im neuen Quartier an der Alten Linde klagen Anwohner über Belästigungen durch Jugendliche. Dem soll nun möglichst bald begegnet werden.

Möglichst bald soll es im neuen Wohngebiet an der Alten Linde wieder ruhiger und sicherer werden. Mit großer Mehrheit, bei nur zwei Nein-Stimmen, haben die Stadtverordneten jetzt beschlossen, dass ein umfangreiches Konzept dazu erarbeitet und umgesetzt werden soll.

Heusenstamm - Wie berichtet, klagen Anwohner über Lärm, Müll, Pöbeleien, Sachbeschädigungen und sogar Tätlichkeiten in dem Quartier. Auch Drogengeschäfte seien beobachtet worden. Vor allem einer Gruppe unbekannter Jugendlicher, die sich regelmäßig zwischen rund um den Platz der Begegnung mitten in dem Viertel aufhält, werden die Störungen zugeschrieben. „Das ist eine prekäre Situation und wir möchten, das die Anwohner ihre Häuser wieder sicher verlassen können“, betonte der designierte Bürgermeister Steffen Ball (CDU), dessen Fraktion gemeinsam mit den Grünen den Antrag eingebracht hatte. Dabei gehe es den Initiatoren ausdrücklich nicht nur um Sicherheit und Ordnung, sondern auch um aufsuchende Jugendarbeit, in die auch die beiden benachbarten weiterführenden Schulen einbezogen werden sollen.

Nach den Vorstellungen der Antragsteller geht es auch darum, neuralgische Plätze zu beleben. Dazu sollen neben der städtischen Jugendförderung auch Schulleitungen, Elternbeiräte, Schulsozialarbeit und Schülervertretungen angesprochen werden. Aber auch Anwohner, Geschäftstreibende und Vereine möchte man zu Aktivitäten animieren. Möglich wären regelmäßige Begegnungen zum Beispiel bei Nachbarschaftsfesten, Flohmärkten oder Bouleturnieren. Außerdem sollen öffentliche Müllbehälter häufiger geleert werden. In zweiter Linie soll zudem die Ordnungsbehörde der Stadt in Zusammenarbeit mit der Polizei dort weiterhin vorbeugend, aber auch eingreifend tätig sein.

„An der richtigen Stelle“ setze der Antrag mit der erwünschten Jugendarbeit an, kommentierte die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Heusenstamm (FHW), Sandra Horn. Wichtiger aber sei, dass man das subjektive Empfinden der Betroffenen ernst nehme. Deshalb stimme ihre Fraktion dem Antrag zu.

Gegen die vom AfD-Fraktionsvorsitzenden Carsten Härle aufgestellte Behauptung, Heusenstamm habe Migrationsprobleme, verwahrte sich Bürgermeister Halil Öztas ausdrücklich. Dies sei durch nichts belegt und entspreche nicht den Tatsachen. Die Probleme in dem Quartier seien ernst und vermutlich nicht kurzfristig zu lösen, ein sozialer Brennpunkt oder gar eine Hochburg der Kriminalität sei Heusenstamm aber sicher nicht. Und dieser Eindruck sollte nicht erweckt werden.

Man hätte sich Zahlen gewünscht, um die Probleme zu belegen, kritisierte der SPD-Stadtverordnete Karsten Sigl. Subjektiv gesehen gebe es solche Plätze in ganz Heusenstamm. Zudem habe die – vor der Kommunalwahl bestehende – Kooperation schon Ideen zu derlei Problemen entwickelt, doch sei man damit an anderen Mehrheiten gescheitert, etwa als zusätzliche Stellen für das Ordnungsamt unter anderem von der CDU abgelehnt worden seien.

Und für Volt betonte Marc Waese, dass es in Heusenstamm bislang wenig Möglichkeiten für Jugendliche gebe, sich in ihrer Freizeit aufzuhalten. (Von Claudia Bechthold)

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