Wehrführer Hubert Rücker gewürdigt

„Mit Herz und Seele dabei“

+
Hubert Rücker (Mitte) mit den Gratulanten zum Landesehrenbrief Erster Stadtrat Uwe Michael Hajdu und Kreisbrandinspektor Ralf Ackermann (von links) sowie Stadtverordnetenvorsteher Gerd Hibbeler und Landrat Oliver Quilling (von rechts).

Heusenstamm - Fast 50 Jahre aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Rembrücken, im Alter von 18 Jahren zum ersten Mal Mitglied des Vorstands und seit 25 Jahren Wehrführer und Vereinsvorsitzender: Die ehrenamtliche Lebensleistung von Hubert Rücker ist mehr als beachtlich. Dafür erhielt er jetzt den Ehrenbrief des Landes Hessen. Von Claudia Bechthold

Hubert Rücker war am Freitagabend sichtlich gerührt. Es war für ihn der Abend des Abschieds, denn nach 25 Jahren als Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Rembrücken und Vorsitzender des dazugehörigen Fördervereins ist er nicht mehr angetreten. Es war aber auch ein Abend des Dankes: Landrat Oliver Quilling überreichte ihm den Ehrenbrief des Landes Hessen. Sein Werdegang zeige, dass für Hubert Rücker das aktive Engagement für die Gesellschaft lebensbegleitend und sinnstiftend sei, betonte Quilling in seiner Rede. Der Wahlspruch der Feuerwehren „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ sei auch die Maxime von Rücker.

Mit gerade mal 13 Jahren ist er 1969 in die Feuerwehr Rembrücken eingetreten. Seine aktive ehrenamtliche Arbeit begann 1973 als Beisitzer im Vereinsvorstand. Von 1978 bis 1988 war er, nach vier Jahren als Jugendleiter, zehn Jahre Jugendfeuerwehrwart. Von da an übernahm der heute 63-Jährige die Verantwortung in gleich zwei Funktionen: zum einen als stellvertretender Wehrführer und zum anderen als stellvertretender Vereinsvorsitzender. 1993 schließlich wurde er zum Wehrführer und Vorsitzenden gewählt. Diese Ämter hatte er seitdem ohne Unterbrechung inne.

Hubert Rücker sei für Vereinsmitglieder und Einsatzabteilung das wichtigste Bindeglied, würdigte ihn der Landrat. Er sei jederzeit für alle da, unterstütze mit seinen vielen Ideen und seiner Kreativität. Er engagiere sich jederzeit für den menschlichen Zusammenhalt. Feste Prinzipien seien für ihn dabei Leitlinien, aber stets gepaart mit der nötigen Offenheit für neue Ideen und Vorschläge. „Hubert ist für jeden immer mit Herz und Seele dabei; das macht ihn so besonders stark“, zitierte Oliver Quilling die Aussagen von Vereinskameraden. Und fügte hinzu: „Hubert Rücker ist mit seinen Ehrenämtern eine konstante Größe im öffentlichen Leben des Stadtteils Rembrücken.“ Denn „sein mehr als 15 Jahre andauerndes aktives und nachhaltiges Engagement im Bürgerforum zeigt, dass er sich auch über die Feuerwehr hinaus für die Interessen seiner Mitmenschen engagiert“. Und: „Hubert Rücker ist uns ein Vorbild, weil er sich mit herausragenden ehrenamtlichen Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger seiner Heimat und darüber hinaus einsetzt.“

Zu den ersten Gratulanten zählte neben Stadtverordnetenvorsteher Gerd Hibbeler und Erstem Stadtrat Uwe Hajdu auch Kreisbrandinspektor Ralf Ackermann, der Hubert Rücker als jemanden mit klaren Aussagen und gerader Linie würdigte. Mit diesem Tag ende für die Rembrücker Wehr eine Ära, betonte Stadtbrandinspektor Gregor Fanroth, aber Hubert Rücker hinterlasse ein wohlbestelltes Feld. Hajdu fügte hinzu, Rücker sei sozusagen die Feuerwehr Rembrücken.

Überwältigt dankte Hubert Rücker für diese Ehrung und hob hervor, ohne seine Frau Beate, seine Kinder Nicole und Thorsten sowie die Vereinskameradin Tanja Schmidt-Dengler und deren Familie hätte er diese Aufgaben nicht bewältigen können. Über die Neuwahlen zu Wehrführung und Vereinsvorstand werden wir in den kommenden Tagen noch berichten.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare