Motorik und Fantasie fördern

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Die 70 Mädchen und Jungen der Kita Rembrücken haben die erweiterte Ausstattung ihres Bewegungsraums am Freitag mit Liedern begrüßt und anschließend in Kleingruppen ausgiebig getestet.M./

Heusenstamm ‐ Eine Kita wächst mit ihren Kindern. Genügten dem Kindergarten Rembrücken bei seiner Eröffnung 1970 zwei Gruppen, beherbergte er zwischenzeitlich fast 100 Sprösslinge. Im Sommer wird das 40-jährige Bestehen gefeiert und längst verfolgt die Stadt Pläne, ein Angebot für Unter-Dreijährige einzurichten. Von Michael Prochnow

Am Freitag eroberten die Kleinen zunächst ihren Bewegungsraum zurück, dessen Inventar nach zehn Jahren erweitert worden ist. Der hohe, lichte Anbau auf der Straßenseite hält nun 21 Elemente des so genannten Weichbodensatzes „Fortuna 21“ parat. Das sind bunte, von glattem Kunststoff überzoge Matten. Die weichen Dreiecke, Quader und Würfel wecken die Kreativität der jungen Baumeister und lassen unzählige Kombinationen zu. Einige Mädchen und Jungen kauern in einer Art Trichter, den sie durch Gewichtsverlagerung ins Rollen bringen. Ähnlich funktionieren die Fahrzeuge, die durch vertikale Lenkstangen in Gang gebracht werden.

500 Euro stammen aus dem Stadtsäckel

Die neuen Roller hingegen würden im Außenbereich eingesetzt, erläuterte die Kita-Leiterin Christa Budszus. 1 050 Euro kosteten die neuen Geräte, 500 Euro stammen aus dem Stadtsäckel, 300 aus dem Reinerlös des Sommerfests 2009 sowie 250 von der Deutschen Bank. Ein Elternteil hatte den Kontakt hergestellt. Die gesamte Kita feierte die Neuanschaffungen unter Luftballons und bunten Tüchern.

Der Bewegungsraum resultiert aus der Erweiterung des Hauses vor zehn Jahren um eine dritte Gruppe. Er fördere nicht allein die motorischen Kompetenzen, führte die Erzieherin aus, ebenso werde die soziale, emotionale und geistige Entwicklung unterstützt. Die sieben Mitarbeiterinnen in der Kita führten über Themen und Geschichten aus der Vorstellungs- und Erlebniswelt der Kinder und mit Liedern hin zu konkreten Übungen.

Trend zur Ganztagsbetreuung

Sie stärkten mit Spielen und Tänzen die Geschicklichkeit, Kraft und Ausdauer der Mädchen und Jungen, Fantasie, soziale Kompetenz sowie die Fähigkeit, sich zu entspannen. Sehr dankbar äußerte sich Christa Budszus auch über die Möglichkeit, dienstags und mittwochs für jeweils eineinhalb Stunden die Turnhalle der Matthias-Claudius-Schule nebenan nutzen zu können.

Der Trend in der städtischen Einrichtung führe verstärkt zur Ganztagsbetreuung, beobachtete das Team. Bereits 45 der 70 jungen Rembrücker seien fürs Mittagessen angemeldet, was hohe Anforderungen an die Küche stelle. Insgesamt spiegele sich in dem Haus die demographische Veränderung der Gesellschaft.

Rund ein Drittel weniger Kinder als vor der Jahrtausendwende besuchten derzeit die Tagesstätte an der Oberts häu ser Straße.

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