Bis in die Nacht fröhlich gefeiert

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Dirigiert von Professor Hans Friedrich Härle spielten Blasorchester und Stadtkapelle am Ende einen Marsch.

Heusenstamm - Gefeiert haben sie bis in die Nacht hinein, die Heusenstammer und ihre Gäste. Am Kirchplatz neben dem Torbau war die Stimmung so gut, dass Bürgermeister Peter Jakoby höchst persönlich der Band „X-it“ eine nächtliche halbe Stunde Spielzeit mehr spendierte. Von Claudia Bechthold

Friedlich und fröhlich sei es dort gewesen, sagte er gestern.

Begonnen hatte der erste von insgesamt neun „Feier“-Tagen mit einer Taufe. Zum allerersten Mal hat der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) gemeinsam mit der Deutschen Bahn einem S-Bahn-Zug einen Namen gegeben. Dass dieser Zug nun den Namen „Heusenstamm“ trägt, ist einerseits dem Anlass, also dem 800. Geburtstag, zu verdanken, andererseits aber auch der Tatsache, dass Bürgermeister Peter Jakoby dem RMV-Geschäftsführer Professor Knut Ringat einen solchen Vorschlag gemacht hat. Zur Taufe kam RMV-Prokurist Wolfgang Rausch.

Zu dieser Zeit öffneten die Stände entlang der Schlossstraße zum „Unnergasse-Fest“. Waren anfangs wegen der Hitze nur wenige Besucher unterwegs, wurden es im Lauf des Nachmittags und Abends immer mehr. Ob Gewerbeverein und Werbegemeinschaft, Gesangverein, Karnevalklub oder Blasorchester, Jugendzentrum, Heimatverein oder Freundeskreis, Bäckerei oder Privatleute, viele hatten sich vorbereitet und ein Angebot zum Fest gemacht. So nutzten viele Besucher die Tische und Bänke entlang der Schlossstraße, um ein Schöppchen zu trinken und dem Bühnenprogramm zu lauschen.

Bilder vom Festumzug

Festzug bei der 800-Jahr-Feier

Hunderte säumten gegen 18 Uhr die Frankfurter Straße, um den Festzug zu sehen. In historischen Gewändern zogen etwa 150 Heusenstammer Bürger von der TSV-Halle zum Schloss. Gekleidet wie die Menschen im 13. Jahrhundert oder zu Zeiten der Grafin Maria Theresia von Schönborn, die - selbstredend - natürlich auch in einer Kutsche am Umzug teilnahm, oder auch in der Nachkriegszeit, begleitet vom TSV-Blasorchester zeigten die Teilnehmer, wie die Heusenstammer früher vermutlich ausgesehen haben.

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Friedlich und fröhlich

Damit war der Auftakt zum eigentlichen Festakt erreicht, denn der Zug, dem am Ende auch die Vertreter der Partnerstädte sowie der Magistrat der Stadt folgten, endete im Schlossgarten , wo annähernd 2000 Menschen ein buntes, abwechslungsreiches Programm erwartete. Ob vereinigte Chöre der Stadt mit der Europa-Hymne des Partnerschaftsprojekts, Blasorchester und Stadtkapelle, die am Ende des Abends gemeinsam „America“ aus der West Side Story sowie den Marsch „Stars and Stripes“ spielten, ob Tonbridge Ensemble mitHändel oder Groove-Agents, es war ein rundes Programm voller Abwechslung. Grußworte der Gäste aus den Partnerstädten sowie von Staatssekretär Michael Bußer, die Festansprache des Bürgermeisters und der humoristische Beitrag von Thomas Hartmann vollendeten das Fest, nicht ohne Segenswünsche von Pfarrer Martin Weber „auf viele weitere Jahre“.

Impressionen vom „Unnergasse-Fest“

„Unnergasse-Fest“ bei der 800-Jahr-Feier

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