Auf den eigenen Fußabdruck achten

Naturengel Hendrik Fett gibt jungen Menschen in Heusenstamm Tipps zur CO2-Reduzierung

Die Naturengel erhalten den Umweltpreis der Stadt Heusenstamm
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Für ihr Engagement haben die Naturengel bereits den Umweltpreis der Stadt Heusenstamm bekommen

Mit den Heusenstammer Naturengeln sind Freiwillige der Behindertenhilfe Offenbach ins neue Jahr gestartet. Der Verein Behindertenhilfe bietet jungen Menschen in Stadt und Kreis, die im Freiwilligen Sozialen Jahr und im Bundesfreiwilligendienst tätig sind, immer wieder Seminare an. Diesmal war Hendrik Fett von den Naturengeln Referent der Online-Veranstaltung.

Heusenstamm - Geplant war eigentlich eine Müllsammelaktion mit den Naturengeln, erläutert dazu Claudia Kamer, Leiterin des Fachdienstes Freiwillige. Wegen der Pandemie verlegte man sich auf ein Online-Seminar für die Freiwilligen.

Mit der Frage „Sind wir noch zu retten?“ stellte Hendrik Fett die Lage der Umwelt mit Fakten und Bildern anschaulich dar: „Die Auswirkungen der Klimakrise hören sich dramatisch an und sie sind auch dramatisch. Die Klimakrise ist eine der größten Bedrohungen für uns, dieses Thema müssen wir angehen.“ Er will die Freiwilligen motivieren, noch mehr für den Umweltschutz zu tun. „Jede kleine Aktion hilft“, betonte er. Mit Quizfragen und Gruppenbesprechungen vermittelte er interaktiv Informationen zu Erderwärmung, Plastikmüll, konventioneller Landwirtschaft, Ernährung und CO2-Fußabdruck.

So überraschte die Freiwilligen die Informationen, dass Butter einen schlechteren CO2-Fußabdruck hat als Rindfleisch. Oder dass man über Luft, Wasser und Nahrung pro Woche Mikroplastik in Größe einer Kreditkarte zu sich nimmt.

Schließlich gab Hendrik Fett viele Tipps für ein umweltbewussteres Leben. Dazu zählen beispielsweise weniger Fleisch und Milchprodukte essen oder ganz darauf verzichten, öfter mal das Auto stehenlassen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen und Flugreisen vermeiden. Leicht umsetzbar, aber mit großer Wirkung sei die Umstellung auf Ökostrom, idealerweise von einem reinen Ökostrom-Anbieter. Die größte Auswirkung auf den persönlichen CO2-Fußabdruck habe aber das Konsumverhalten, so Hendrik Fett: „Wenn man darüber nachdenkt, ob ein Produkt wirklich notwendig ist und glücklicher macht oder mal zwei, drei Tage mit dem Kauf wartet, merkt man häufig, dass man vieles nicht braucht. Das ist anfangs nicht leicht, doch die Mühe lohnt sich.“

Wer sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Behindertenhilfe interessiert, kontaktiert Claudia Kamer per Mail an c.kamer@behindertenhilfe-offenbach.de oder unter 0178 1416660.  clb

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