Evangelische Kirchengemeinde

Der Tag des Neubeginns

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Mutter und Pfarrerin Marlies Richter, Markus Winkler, Pfarrerin Susanne Winkler und Dekan Carsten Tag (von links) nach der offiziellen Einführung.

Heusenstamm - Susanne Winkler ist als neue Pfarrerin für Heusenstamms evangelische Kirchengemeinde offiziell ins Amt eingeführt. Und auch die zweite Pfarrstelle muss neu besetzt werden: Anne Daur-Lyrhammer verlässt die Stadt Ende Februar. Von Claudia Bechthold

Als Tag des Neubeginns für Pfarrerin Susanne Winkler und für die Evangelische Kirchengemeinde Heusenstamm bezeichnete Dekan Carsten Tag den vergangenen Sonntag. Mit einem feierlichen Gottesdienst, begleitet von der Evangelischen Kantorei, wurde die neue Pfarrerin offiziell in ihr Amt eingeführt. Sie ist Nachfolgerin von Pfarrerin Karin Härle, die rund 30 Jahre in der Gemeinde gewirkt hat.

Mit Susanne Winkler komme eine bestens und umfassend ausgebildete Pfarrerin nach Heusenstamm, betonte Dekan Carsten Tag, deren großer Wunsch und große Freude es sei, in der Schlossstadt als Seelsorgerin zu arbeiten. Nach einer langen Phase der Kontinuität mit Karin Härle erfahre die Gemeinde nun einen Neubeginn.

Wenngleich sich ein weiterer Wechsel bereits abzeichne: Pfarrerin Anne Daur-Lyrhammer, die seit zwei Jahren das Pfarramt I der 3600-Seelen-Gemeinde inne hat, werde Heusenstamm Ende Februar verlassen, gab der Dekan bekannt. Er sagte aber zu, dass auch diese Stelle wieder besetzt werde und der Gemeinde bis dahin in nun schon bewährter Weise Aushilfen zur Verfügung gestellt würden.

Das „Licht Gottes“ als Thema

Segenswünsche zur Einführung erhielt die neue Pfarrerin nicht nur vom Dekan und ihrer Amtskollegin, sondern auch von Mitgliedern des Kirchenvorstands. Für ihre Predigt hatte die 33-Jährige das „Licht Gottes“ als Thema gewählt. „Wenn wir glauben, dass wir Kinder dieses Lichts sind, wird man uns dies anmerken“, verkündete sie. Just in diesem Moment riss der graue Himmel auf und ließ für eine Weile die Sonne in die vollbesetzte Kirche scheinen.

Zum anschließenden Empfang im benachbarten Gemeindehaus konnte Jochen Appell vom Kirchenvorstand viele Gäste begrüßen, darunter auch Vertreter der vier Wetterau-Gemeinden, in denen Susanne Winkler in den vergangenen vier Jahren tätig war, sowie aus der ökumenischen Gemeinde Darmstadt-Kranichstein, in der sie ihr Vikariat absolviert hat. Aber auch Marlies Richter, Mutter von Susanne Winkler und selbst Pfarrerin, war aus Steinhagen bei Stralsund angereist.

Tut es von Herzen

Für die katholische Pfarrgruppe äußerte Pastoralassistent Fabian Krämer seine Vorfreude auf die ökumenische Zusammenarbeit in Heusenstamm und mahnte auch gleich, es sei wichtig in diesen Zeiten, zusammen mit einer Stimme aufzutreten. Burkhard Helm von der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) zitierte aus dem Brief des Paulus an die Kolosser: Alles, was ihr tut, tut es von Herzen.

„Der Heusenstammer hat Herzenswärme“, versprach Bürgermeister Peter Jakoby, der sogleich eine Einladung ins Rathaus anfügte. Zumal christliche und weltliche Gemeinde stets gleiche Ziele verfolgten, nämlich das Wohl der Bürger, das Wohl der Stadt. Eine interessante, spannende und schöne Aufgabe erwarte Susanne Winkler nun. Und er verband damit seine Hoffnung, dass sie lange in der Schlossstadt bleibe: „Die Menschen wollen eine möglichst lange Zeit voller Vertrauen erleben.“ Umtriebigkeit und Aufgeschlossenheit schrieb Stadtverordnetenvorsteherin Ingrid Hennighausen den Heusenstammern zu und prophezeite der Pfarrerin, dass man in der Stadt nicht in einem anonymen Umfeld lebe.

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