Eröffnung für 23. März geplant

Konzept des Alten Bahnhofs erhalten

Der Bahnhof aus der Luft gesehen. Schon in knapp zwei Wochen soll das beliebte Lokal wieder geöffnet werden. - Foto: Axel Häsler
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Der Bahnhof aus der Luft gesehen. Schon in knapp zwei Wochen soll das beliebte Lokal wieder geöffnet werden.

Heusenstamm - Seit Ende Januar ist das beliebte Lokal Alter Bahnhof geschlossen. Im Februar haben die Stadtverordneten einstimmig genehmigt, dass der Erbpachtvertrag und damit das Gebäude an einen neuen Besitzer übertragen werden darf. Von Claudia Bechthold

Ende März wollen drei Brüder und deren Cousin das Lokal wieder eröffnen. Das gastronomische Konzept für den Alten Bahnhof ist gut, da hat alles gepasst. Davon sind die drei Brüder und ihr Cousin überzeugt. Deshalb wollen Sie daran auch nicht viel verändern. Narinderjit und Lovely Singh, Paramjit Gothra und Cousin Vicky Singh sitzen an einem provisorisch in den Raum gestellten Tisch in der Gaststätte. Das Mobiliar türmt sich in einer Ecke des Raums, die Theke ist vollgestellt mit umgedrehten Stühlen. „Wir haben den Boden abgeschliffen“, erläutert Narinderjit Singh. Viel mehr wollen sie vorerst nicht renovieren. „Wir wollen erst einmal abwarten, wie die Menschen das Lokal wieder annehmen“, fügt er an.

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Narinderjit Singh wird die Leitung des Bahnhofs übernehmen. Er ist, wie seine Brüder und der Cousin, ein erfahrener Gastronom. Die Familie stammt aus dem nordindischen Bundesstaat Punjab, lebt aber seit vielen Jahren in Deutschland. Paramjit Ghotra ist 1994 als erster in die Bundesrepublik gekommen. Der Alte Bahnhof ist ihnen schon im Mai des vergangenen Jahres aufgefallen. Seitdem waren sie schon mehrfach als Gäste dort, um sich den Betrieb anzusehen. Und sie waren schnell überzeugt vom Konzept des beliebten Lokals. „Die Karte wird zunächst ein wenig kleiner ausfallen, weil wir erst einmal Erfahrungen sammeln wollen“, betont Paramjit Ghotra. Derzeit arbeiten sie am künftigen kulinarischen Angebot. Fest steht aber, der Rahmen wird bleiben.

Etwa bei den Öffnungszeiten von 9 bis 24 Uhr. Allerdings überlegen die Brüder, ob sie eventuell einen Ruhetag einführen. Wer am Vormittag kommt, wird auch weiterhin ein Frühstücksbuffet vorfinden. „Und wenn dies Form gut läuft, bleibt es auch dabei“, versichert Narinderjit Singh. Andernfalls werde man überlegen, auf Frühstück à la carte zu wechseln. Auch Gerichte für den Mittagstisch und eine saisonale Karte wollen sie weiterhin anbieten. Und Cocktails.

Fest rund um den Bahnhof

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Die feste Karte werde mehr „gehobene bürgerliche Küche“ enthalten, verrät Narinderjit Singh. Schnitzel, Steak, Burger, Nudeln, Salate sind die Stichworte. Auch Flammkuchen sollen weiter im Angebot bleiben, ebenso Hessisches wie der Handkäs’ oder Rippchen. Dazu werden zwei indische Gerichte kommen, Hühnchen oder Lamm in Currysauce mit Basmati-Reis. Wichtig ist ihnen, dass sie keine Tiefkühl- oder Fertigprodukte verwenden wollen. „Qualität ist uns ganz wichtig, alles wird frisch zubereitet, sogar das Salatdressing machen wir selbst“, betont Narinderjit Singh.

Etwas Neues wollen die Brüder und ihr Cousin aber auch einführen. „Es wird selbst gebackene Kuchen und Torten geben“, verspricht Narinderjit Singh. Als Koch hat er – quasi nebenbei – auch das Backen gelernt und ganz offensichtlich Spaß daran.

Die Befürchtung manchen Stammgastes, der Treppenlift für Rolli-Fahrer könnte entfernt werden, zerstreuen die Brüder ebenfalls. Und auch die kleine Raucher-Lounge soll vorerst bleiben. Das Publikum des Bahnhofs soll so bleiben, wie es war, von jungen Leuten bis zu den Senioren wollen sie möglichst viele Menschen ansprechen.

Der Eröffnungstermin steht noch nicht zu hundert Prozent fest, weil es darauf ankommt, dass alle Genehmigungen rechtzeitig da sind. Aber sie streben Donnerstag, 23. März, an. Den genauen Termin werden sie noch mitteilen. „Wir freuen uns auf Heusenstamm“, betont Paramjit Ghotra. Die Schlossstadt gefällt ihnen. Sie haben sich schon umgesehen, die Schlossallee mit ihren Bäumen hat es ihnen zum Beispiel angetan: „Die Allee ist wunderschön!“

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